Türken-Sam

Türken-Sam ist ein gemeinsam von Helmut Kuhn und Cem Gülay verfasstes Buch. Es erzählt autobiografische Erfahrungen Gülays in einem kriminellen migrantischen Milieu. Türken-Sam erschien 2009 im Deutschen Taschenbuchverlag.

Inhalt

Das mögliche Abrutschen eines Abiturienten (Gülay) in eine kriminelle Hamburger Migrantenszene schildert das Buch ebenso wie dessen Laufbahn in der türkisch dominierten mafia-ähnlichen Umgebung. Ein Vorwort von Bilkay Öney leitet die autobiografische Erzählung ein.

Abmahnung

Nach dem Erscheinen wurde per Abmahnung die Unterlassung der weiteren Verbreitung eines in dem Buch geschilderten Vier-Augen-Gesprächs gefordert. Der Inhalt des im Zusammenhang mit Gülays Wahl zum Schulsprecher stehenden Gesprächs wird von dem Gesprächspartner bestritten, was beweisrechtliche Probleme nach sich zieht. Danach war das Buch kurzzeitig nicht mehr lieferbar und ab dem 30. Oktober 2009 nur noch in einer an der betreffenden Stelle geschwärzten Fassung zu erhalten.

Rezensionen

Wirkung

Das Buch machte deutschlandweit auf Gefahren einer falsch verlaufenden Integrationspolitik aufmerksam und zog umfangreiche Berichte zum Beispiel im Stern und Tageszeitungen wie der Hamburger Morgenpost nach sich. Ulli Rauss zufolge handelte es sich bei Türken-Sam um den ersten Insiderbericht über eine sogenannte Türkenmafia in Deutschland und ihre Praktiken.

Die Bildzeitung widmete Türken-Sam eine Serie.

Anfang November 2009 las Mehmet Kurtuluş im Hamburger St.-Pauli-Theater einen Abend lang aus dem Buch.

Ausgaben

Quellen

  1. ↑ Kritik auf literature.de
  2. ↑ Kritik im sf magazin
  3. ↑ http://www.bild.de/BILD/regional/hamburg/aktuell/2009/12/02/cem-guelay/so-lernte-ich-die-sechs-gangster-regeln.html