| Tablasdrongo | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Tablasdrongo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dicrurus menagei | ||||||||||||
| (Bourns & Worcester, 1894) |
Der Tablasdrongo (Dicrurus menagei), Syn. Chibia menagei, ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).
Der Vogel ist endemisch auf der Tablasinsel, Philippinen.
Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Haarbuschdrongo (Dicrurus hottentottus) angesehen und als Dicrurus hottentottus menagei bezeichnet und wurde dann als eigenständige Art anerkannt.
Der Lebensraum umfasst Wälder mit hohen Bäumen und geschlossenem Wipfeldach, gelegentlich auch Ränder von Lichtungen, meist im mittleren Wipfelbereich, gern in der Nähe von Wasserläufen.
Der Artzusatz bezieht sich auf Louis Francois Menage (1850 – 1924).
Der Vogel ist 35–36 cm, ein auffallender Drongo mit 16–19 cm langem und 7 cm tief gegabeltem Schwanz, die äußeren Steuerfedern sind weit nach außen und etwas nach oben gebogen. Auf einem Ansitz bevorzugt die Art eine horizontal geneigte Haltung mit herabhängendem Schwanz. Das Gefieder ist matt schwarz purpurfarben überhaucht und samtartig, weniger glänzend. Sichtbar sind kleine Nackenfedern und kurze, einzelne Brustfedern. Die Iris ist dunkelbraun, Schnabel und Beine sind schwarz.
Die Geschlechter unterscheiden sich nicht, das Weibchen ist etwas kleiner. Jungvögel sind an Kopf und Unterseite bräunlich schwarz mit blauschwarzem Schimmer an Rücken und Flügeln, die Schwanzspitze ist gespreizt.
Vom Haarbuschdrongo unterscheidet sich der Vogel hauptsächlich durch die Schwanzform und -länge.
Die Art ist monotypisch.
Die Art wird als nicht sonderlich ruffreudig beschrieben, der Gesang unterscheidet sich wohl von dem des D. Hottentottus palawanensis. Die Rufe erinnern an Zikaden, auch an ein typisches Kratzgeräusch „dzak-tsee-ik“ auch im Wechselgesang mit kurzem „jieeh“. Begleitend wird mitunter der Schwanz scherenartig bewegt.
Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, die im Fluge gefangen werden, auch im Laub und am Stamm gesucht werden. Das Nest ist eine kleine Schale aus dünnen Zweigen und Pflanzenfasern, grob kugelartig gewoben, tiefer als typische Drongonester, und hängt an dünnen Ästen im Laub, hoch oben über Gewässern, außen in einem großen Baum.
Der Tablasdrongo gilt als stark gefährdet (Endangered) aufgrund des Habitatverlustes.
Viele Jahrzehnte war die Art nicht mehr beobachtet worden und galt im Jahre 1997 als wohl bereits ausgestorben, bevor sie wieder gesichtet werden konnte.