Taizidang (chinesisch 太子党, Pinyin tàizǐdǎng, englisch Princelings – „Prinzlinge“) ist ein chinesischer Begriff für die einflussreichen Nachfahren hochrangiger chinesischer Funktionäre der ersten und zweiten Generation, die in der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) wichtige Positionen einnehmen oder einnahmen. Im Deutschen sind sie zumeist als die „Prinzlinge“ bekannt, auch als Chinas „roter Adel“.




Diese Gruppe hat beträchtlichen Einfluss in der chinesischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre Mitglieder haben Zugang zu Netzwerken und Ressourcen, die ihnen helfen, bedeutende Positionen zu erreichen. Diese entstandene Situation führt jedoch auch zu Kritik und Bedenken hinsichtlich Korruption und Vetternwirtschaft. Kritiker argumentieren, dass die Konzentration von Macht in den Händen einer kleinen, privilegierten Gruppe die sozialen Ungleichheiten verstärkt und den Zugang zu politischen und wirtschaftlichen Chancen für die breite Bevölkerung einschränkt.
Beispiele für ihren Einfluss in der Wirtschaft lassen sich daran erkennen, dass viele Mitglieder der Taizidang führende Positionen in großen staatlichen und privaten Unternehmen innehaben, insbesondere in Sektoren wie Finanzen, Immobilien und Technologie. In der Politik besetzen sie oft Schlüsselpositionen innerhalb der KPCh und der Regierung, was ihnen erlaubt, die politische Richtung und strategische Entscheidungen des Landes zu beeinflussen. In ihren Netzwerke nutzen die Mitglieder der Taizidang ihre Verbindungen, um sich gegenseitig zu unterstützen und ihre Macht und ihren Einfluss weiter zu konsolidieren.
Insgesamt bleiben die Taizidang ein mächtiges und manchmal umstrittenes Segment der chinesischen Elite, das die Dynamik der chinesischen Politik und Wirtschaft maßgeblich prägt.
In der folgenden kurzen Auswahl werden einige der prominenten Vertreter der Taizidang und deren Hintergründe aufgelistet, sie erhebt keinen Anspruch auf Aktualität oder Vollständigkeit: