| Talhas | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Staat: | ||||||
| Region: | Norte | |||||
| Unterregion: | Terras de Trás-os-Montes | |||||
| Distrikt: | Bragança | |||||
| Concelho: | Macedo de Cavaleiros | |||||
| Koordinaten: | 41° 30′ N, 6° 42′ W | |||||
| Einwohner: | 256 (Stand: 19. April 2021) | |||||
| Fläche: | 43,8 km² (Stand: 1. Januar 2010) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 5,8 Einwohner pro km² | |||||
Talhas ist eine Gemeinde (Freguesia) im portugiesischen Kreis Macedo de Cavaleiros. In ihr leben 256 Einwohner (Stand 19. April 2021).
Talhas liegt im äußersten Südosten des Kreises Macedo de Cavaleiros an der Grenze zum benachbarten Kreis Vimioso. Die Ortschaft befindet sich am rechten Ufer des Rio Sabor und etwa sechs Kilometer vom Zusammenfluss des Sabor mit dem Rio Maçãs entfernt.
Talhas trug früher den Namen São Miguel de Talhas. In den königlichen Erhebungen (Inquirições) des Jahres 1258 wird ein Vilar de Talhas erwähnt.
Talhas gehörte später zum damaligen Kreis Izeda. Nach dessen Auflösung im Jahr 1855 wurde die Gemeinde dem Kreis Macedo de Cavaleiros zugeordnet.
Im 20. Jahrhundert war die Entwicklung des Ortes von Abwanderung geprägt. Während Talhas 1960 noch 917 Einwohner hatte, waren es bei der Volkszählung 2011 nur noch 316. Besonders in den 1960er Jahren emigrierten Einwohner unter anderem nach Spanien, Frankreich und in die Schweiz.
Die traditionelle Wirtschaft von Talhas war vor allem durch Landwirtschaft und Viehzucht geprägt. Eine besondere Rolle spielten der Anbau von Getreide und Wein sowie die Herstellung von Olivenöl. Daneben waren früher auch die Produktion von Leinen und Seife von Bedeutung.
Im Ort waren zudem verschiedene Handwerke vertreten, darunter Schneider, Schuhmacher, Sattler, Schmiede und Korbflechter. Aufgrund seiner Lage im portugiesisch-spanischen Grenzraum spielte in der Vergangenheit auch der Schmuggel mit Spanien eine Rolle.
Zu den Bauwerken des Ortes gehören die Pfarrkirche, mehrere Kapellen, Brunnen und Wegkreuze.
Die Pfarrkirche Igreja de São Miguel entstand durch die Erweiterung eines älteren Kirchenbaus, von dem der Chor erhalten blieb. Im Kirchenschiff befindet sich unter anderem eine Kapelle mit einer Darstellung des Kalvarienbergs sowie ein vergoldeter, polychrom gefasster und marmorierter Altar des Heiligsten Herzens Jesu.
Die Wände des Chorraums sind mit bemalten Kassetten geschmückt. Sie zeigen unter anderem die Geschichte des verlorenen Sohnes und die Apostel; an der Decke sind Szenen aus dem Leben Christi mit dem Erzengel Michael im Zentrum dargestellt. Auch die Innenseite des Triumphbogens besitzt Kassettenmalereien mit Darstellungen weiblicher Heiliger. Der vergoldete Hauptaltar mit pflanzlichen Ornamenten, pseudo-salomonischen Säulen und Engelsfiguren stammt aus dem Jahr 1743.