Teigitschgraben

Teigitschgraben (Rotte)
Teigitschgraben (Österreich)
Teigitschgraben (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Voitsberg (VO), Steiermark
Gerichtsbezirk Voitsberg
Pol. Gemeinde Voitsberg  (KG Arnstein)
Ortschaft Voitsberg
Koordinaten 47° 1′ 17″ N, 15° 10′ 21″ OKoordinaten: 47° 1′ 17″ N, 15° 10′ 21″ O
Höhe 384 m ü. A.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk
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BW

Teigitschgraben ist eine Rotte in der Weststeiermark in der Stadtgemeinde Voitsberg im Bezirk Voitsberg in der Steiermark.

Lage und Geographie

Teigitschgraben liegt im südlichen Teil der Stadtgemeinde Voitsberg, südöstlich des Stadtzentrums. Der Ort liegt am nördlichen Ufer der Teigitsch, an der Gemeindegrenze zu Krottendorf-Gaisfeld. Nördlich des Ortes erhebt sich ein vom Kobererkogel nach Osten streichender Höhenzug.

Direkt durch den Ort verläuft die Teigitschgrabenstraße (L348), die Gaisfeld über Teigitschgraben mit Großwöllmiß und Gößnitzgraben verbindet.

Geschichte

Der heutige Ort entstand im Hochmittelalter auf einem Rodungsgebiet. Eine erste urkundliche Erwähnung des Flusses Teigitsch und damit auch des heutigen Ortes als flumen Tvikwiz stammt aus dem Jahr 1114. Weitere Erwähnungen datieren auf die Zeit um 1790 im Josephinischen Kataster als Teigitsch-Eben sowie schließlich 1981 als Teigitschgraben. Der Ortsname hat einen slawischen Ursprung und der Namensteil Teigitsch- dürfte sich von der Vorform *Tykovica zum slawischen *tyk als Bezeichnung für eine Stange oder einen Balken herleiten. Diese Bezeichnung könnte auf die durch Schwemmholz verursachten Verklausungen in der Teigitschklamm zurückgehen. Eine Herleitung vom slawischen Wort tokawa als Bezeichnung für eine Klamm oder Schlucht ist lautlich nicht möglich. Der Namensteil -graben bezieht sich auf die Lage des Ortes im Tal oder Graben des namensgebenden Flusses.

Bis zur Abschaffung der Grundherrschaften im Jahr 1848 gehörte Teigitschgraben zur verschiedenen Herrschaften. War das Gebiet im Mittelalter landesfürstlicher Besitz so hatten später die Herrschaften Leonroth und Obervoitsberg sowie die 1543 genannte Herrschaft Polheim alle ein eigenes Amt Teigitsch. Ein Teil des Gebietes gehörte auch den Montfortern, welche ihr Lehen jedoch auf Wunsch des Kaisers 1478 an Georg von Kainach verkauften mussten. Die Bewohner Teigitschgrabens gehörten zum Werbbezirks Greißenegg. Die Herrschaft Obervoitsberg hob in Teigitschgraben um 1680 auch Maut ein.

Wirtschaft und Infrastruktur

Teigitschgraben ist ein landwirtschaftlich geprägter Siedlungsort. Durch die nahe gelegene Teigitschklamm, die erstmals 1905 durch einen Klammsteig zugänglich gemacht wurde kommt dem Ort eine gewisse touristische Bedeutung zu. In der Vergangenheit spielte unter anderem die von der Papierfabrik Gebrüder Kranz im Jahr 1901 eröffnete Schleiferei Teigitsch zur Erzeugung von Holzstoff aus Holz und Pappe eine gewisse wirtschaftliche Rolle.

Der Ort ist nach Voitsberg, ursprünglich zur Margarethenkirche, eingepfarrt und die Kinder besuchen die Schulen in Voitsberg.

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Walter Brunner (Hrsg.): Geschichte und Topographie des Bezirkes Voitsberg. Band 2. Steiermärkisches Landesarchiv, Graz 2011, S. 319.