Tellavision

TELL A ViSiON (ehem. Tellavision) ist das Musikprojekt der in Berlin lebenden Künstlerin, Sängerin, Songwriterin und Produzentin Fee Kürten.

Karriere

Erste Bekanntheit erlangte sie mit einem Auftritt bei dem Appletree Garden Festival im Jahr 2012, bei dem sie neben Künstlern wie Metronomy, Kat Frankie und Johnossi auftrat. Ihr Debüt Music on Canvas veröffentlichte sie im Jahr 2011 über das US-Label Feeding Tube Records. Ihr letztes Album Add Land erschien auf dem deutschen Avantgarde-Label Bureau B. Es wurde von der Süddeutschen Zeitung als eines „der spannendsten Pop-Alben“ des Jahres 2019 gefeiert.

Des Weiteren kooperierte sie bereits mit Künstlern wie Dilip Harris, Derya Yıldırım, Martin Bisi, Gewalt, Felix Kubin, Thies Mynther, Tobias Levin, Gloria Endres de Oliveira, Echo und Brother May.

2023 benannte sie sich, mit ihrer neuen Albumveröffentlichung auf Duchess Box Records, in TEll A ViSiON (Tellavision) um. Es entsteht hierzu auch eine neue Spotify-Seite. Sie führte das Album mit Band in der Elbphilharmonie auf.

2025 spielte sie mehrere Konzerte in den USA u. a. beim SXSW in Austin (Texas) und beim New Collossus Festival in New York City.

2026 veröffentlichte sie auf ihrem eigenen Label Post Pop zwei neue Singles: IDLU und HiLo. Mit IDLU wurde sie in UK als „One of the most interllectually stimulating creators in 2026 alt-scene“ beschrieben. Die Single HiLo wiederum handelt von dem Zeitgeist, sich zur selben Zeit froh und betroffen zu fühlen. Das Musikvideo zeigt die Künstlerin in ihrem Atelier und Garten, mit ihrer Berliner Community.

Biografie

TELL A ViSiON lebte mehrere Jahre in Kalifornien (USA), wo sie auch ihr erstes Album Music on Canvas schrieb. Das Album wurde später über das US-Label Feeding Tube Records, die u. a. Thurston Moore unter ihren Künstlern verzeichnen, veröffentlicht. Sie studierte Malerei in Hamburg an der HfbK bei Jutta Koether und zog 2014 nach Boston, dort war sie Teil der elektronischen Musik- und Kunstszene und schrieb die Lieder zu ihrer dritten Platte: The Third Eye. Mehrere Touren und Konzerte folgten an der Ostküste der Vereinigten Staaten. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Berlin.

Musikstil

TELL A ViSiON's lässt sich dem Indie-Pop und Art-Pop zuzuordnen, mit Einflüssen aus Krautrock, Trip-Hop und Post-Punk. Sie wird vor allem aus elektronischen Instrumenten generiert. Während sie im eigenen Studio TAV FACT in Berlin meist Software nutzt, verwendet sie auf der Bühne Synthesizer und E-Gitarren, wobei sie in den Anfängen auch einen Schuhkarton als Große Trommel und eine Terpentindose als Snare verwendete. Ihre Musik bezeichnet sie selbst als „Hardware Post Pop“.

Ihr Bestreben ist es, gängige Kategorien und Genres zu durchbrechen, neue Gefühle entstehenzulassen oder an vergessene zu erinnern. In einem Interview mit dem mit dem Rolling Stone, 2025, sagte sie: „Ich bin hier um diese kategorischen Grenzen zu sprengen“. Die Single Cross the Lines (2023) zusammen mit UK rapper Brother May handelt genau davon.

TELL A ViSiON erfindet sich mit jedem Album neu. Ihr erstes Album wird dem Musik Lo-Fi Sound zugeordnet. Gleichzeitig ist der Sound von TELL A ViSiON mit Hi-Fi-Bässen und komplexer Rhythmik aufgeladen sowie (vor allem auf dem zweiten und dritten Album) stark von eingespielten Samples und Loops beeinflusst, sodass durch diese musikalische Kombination ein multidimensionaler Klang entsteht. Das vierte Album, Add Land, hebt den Einfluss von Krautrock in ihre Musik hervor. Hier spielt der Schlagzeuger Robert Kretzschmar mit.

Diskografie

Alben

Singles und EPs

Belege

  1. ↑ Jan Paersch: Album „Add Land“ von Tellavision: Die moderne Schwimmerin. In: Die Tageszeitung: taz. 15. April 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 26. September 2020]).
  2. ↑ Andreas Borcholte: Abgehört: Tellavision, Mine, Anderson .Paak, Loyle Carner. Der Spiegel, abgerufen am 3. September 2020.
  3. ↑ The Chemical Brothers: No Geography. In: FOCUS Online. Abgerufen am 3. September 2020.
  4. 1 2 Album „Add Land“ von Tellavision: Die moderne Schwimmerin. In: taz. 15. April 2019, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 3. September 2020]).
  5. ↑ Zeitgeist-Pop. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 3. September 2020.
  6. ↑ Rolling-Stone-Redaktion: Tell A Vision: Einmal Amerika und zurück. In: Rolling Stone. 23. April 2025, abgerufen am 9. Juli 2026 (deutsch).
  7. ↑ Berlin’s Avant-Pop Alchemist Turns “I Love You” Into a Post-Punk Power Move. In: ASBO Magazine. Abgerufen am 9. Juli 2026 (britisches Englisch).
  8. ↑ Dieter Teinert: Tellavision - The Third Eye - KR031. Abgerufen am 9. August 2021 (deutsch).
  9. ↑ TELLAVISION RULES. Abgerufen am 9. August 2021 (amerikanisches Englisch).
  10. ↑ Tellavision — "Unimperative". 25. September 2015, abgerufen am 9. August 2021 (amerikanisches Englisch).
  11. ↑ Tellavision – ‚Projector Running‘. In: Nothing but Hope and Passion. 14. Februar 2019, abgerufen am 3. September 2020 (englisch).
  12. ↑ LINE OF BEST FIT - Tellavision’s “Salty Man” uses analogue synths to send her uncomfortable social message. Abgerufen am 3. September 2020 (englisch).