Tendilla

Gemeinde Tendilla
Tendilla – Straße mit Stützenhäusern (soportales)
Wappen Karte von Spanien
Tendilla (Spanien)
Tendilla (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Kastilienla Mancha Kastilien-La Mancha
Provinz: Guadalajara
Comarca: La Alcarria
Gerichtsbezirk: Guadalajara
Koordinaten: 40° 33′ N, 2° 58′ WKoordinaten: 40° 33′ N, 2° 58′ W
Höhe: 789 msnm
Fläche: 22,84 km²
Einwohner:353 (Stand: 2025)
Bevölkerungsdichte:15 Einw./km²
Postleitzahl(en): 19134
Gemeindenummer (INE): 19266 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Jesús María Muñoz Sánchez
Website: Tendilla
Lage des Ortes
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Tendilla ist eine zentralspanische Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit nur noch 353 Einwohnern (Stand: 2025) in der Provinz Guadalajara in der Autonomen Region Kastilien-La Mancha. Die Gemeinde gehört zur bevölkerungsarmen Serranía Celtibérica.

Lage und Klima

Der ca. 790 m hoch gelegene Ort Tendilla liegt im Norden des südlichen Teils der Iberischen Hochebene (meseta). Die Provinzhauptstadt Guadalajara befindet sich gut 26 km (Fahrtstrecke) nordwestlich; die Stadt Madrid ist ca. 77 km in westlicher Richtung entfernt. Das Klima im Winter ist gemäßigt, im Sommer dagegen warm bis heiß; die eher geringen Niederschlagsmengen (ca. 475 mm/Jahr) fallen – mit Ausnahme der nahezu regenlosen Sommermonate – verteilt übers ganze Jahr.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18571900195020002019
Einwohner9071.048953338307

Infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit auf dem Lande ist die Einwohnerzahl der Gemeinde seit der Mitte des 20. Jahrhunderts deutlich zurückgegangen.

Wirtschaft

Die wichtigste Rolle im Wirtschaftsleben der Gemeinde spielte die Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht sowie Wein- und Olivenanbau), die in früheren Jahrhunderten hauptsächlich der Selbstversorgung diente. Aber auch Kleinhändler und Handwerker ließen sich seit dem ausgehenden Mittelalter im Ort nieder.

Geschichte

Die Ursprünge des Ortes liegen im Dunkeln, da keltisch-iberische, römische, westgotische und maurische Spuren fehlen. Möglicherweise entstand der Ort erst in der Phase der Wiederbesiedlung (repoblación) nach der Rückeroberung (reconquista) Toledos im Jahr 1085. Im Jahr 1394 verlieh der kastilische König Heinrich III. dem Ort die Stadtrechte und unterstellte ihn der Herrschaft des Admirals Diego Hurtado de Mendoza y de Ayala († 1404). Heinrich IV. von Kastilien erhob im Jahr 1465 die Herrschaft Tendilla zu einer Grafschaft und ernannte Íñigo López de Mendoza y Figueroa († 1479) den zweitgeborenen Sohn des 1. Markgrafen Santillana Iñigo López de Mendoza y de la Vega zum ersten Grafen von Tendilla. Die Nebenlinie der Familie Mendoza wurde von Íñigo López de Mendoza y Quiñones († 1515) dem 2. Grafen von Tendilla fortgeführt. Der 3. Graf, Luis Hurtado de Mendoza y Pacheco († 1566), gab den Auftrag zum Bau der Gemeindekirche Mariä Himmelfahrt (Iglesia de la Asunción).

Sehenswürdigkeiten

Tendilla – Iglesia de la Asunción
Ruine des Convento de Nuestra Señora de la Salceda
Umgebung

Literatur

Commons: Tendilla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. ↑ Tendilla – Klimatabellen
  5. ↑ Tendilla – Bevölkerungsentwicklung
  6. ↑ Covadonga Valdaliso Casanova: Diego Hurtado de Mendoza. 1998, abgerufen am 7. Juli 2020 (spanisch).
  7. ↑ Dolores Carmen Morales Muñiz: Íñigo López de Mendoza Figueroa. Real Academia de la Historia, 2018, abgerufen am 24. Mai 2020 (spanisch).
  8. ↑ Helen Nader: The Mendoza Family in the Spanish Renaissance 1350-1550. Rutgers University Press, New Brunswick 1979, ISBN 978-0-8135-0876-4, S. 43 ff. (englisch, [abgerufen am 16. August 2020]).
  9. ↑ Tendilla – Kirche
  10. 1 2 Antonio Herrera Casado: Ruinas del Monasterio de La Salceda, entre Tendilla y Peñalver. In: Monasterios y conventos de Castilla la Mancha. Aache, Guadalajara 2005, ISBN 84-96236-36-6 (spanisch, [abgerufen am 16. August 2020]).
  11. ↑ José García Oro: Francisco (Gonzalo) Jiménez de Cisneros. Real Academia de la Historia, 2018, abgerufen am 20. Mai 2019 (spanisch).
  12. ↑ Miguel Carlos Vivancos Gómez: Pedro González de Mendoza y Silva. Real Academia de la Historia, 2018, abgerufen am 3. September 2020 (spanisch).
  13. ↑ Esther Alegre Carvajal: González de Mendoza, Fr. Pedro (1570-1639). MCN Biografías, abgerufen am 27. August 2026 (spanisch).
  14. ↑ Lista Roja del Patrimonio: Convento de Nuestra Señora de la Salceda. Asociación Hispania Nostra, 2020, abgerufen am 7. Juli 2020 (spanisch).