Tetraphenylmethan

Strukturformel
Strukturformel von Tetraphenylmethan
Allgemeines
Name Tetraphenylmethan
Andere Namen

1,1,1,1-Methantetrayltetrakisbenzol

Summenformel C25H20
Kurzbeschreibung
  • gelblicher bis brauner Feststoff
  • farblose Kristalle
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 630-76-2
EG-Nummer 211-144-0
ECHA-InfoCard 100.010.132
PubChem 12424
ChemSpider 11917
Wikidata Q420710
Eigenschaften
Molare Masse 320,42 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,217 g·cm−3

Schmelzpunkt

283 °C, 285 °C

Siedepunkt

431 °C

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Tetraphenylmethan wurde in den Jahren 1896/1897 vom Chemiker Moses Gomberg zusammen mit Adolf von Baeyer, Johannes Thiele und Victor Meyer erstmals synthetisiert. Von Tetraphenylmethan abgeleitete Verbindungen dienen heute als Material für OLEDs.

Strukturell ähnliche Verbindungen sind z. B. Triphenylmethan und Natriumtetraphenylborat.

Darstellung und Gewinnung

Die Synthese von Tetraphenylmethan erfolgt in einer dreistufigen Synthese. Im ersten Schritt erfolgt eine Friedel-Crafts-Alkylierung von Aniliniumchlorid mit Triphenylmethanol. Danach wird das Zwischenprodukt diazotiert. Die Zielverbindung ergibt sich dann durch eine Reduktion mit Phosphinsäure.

Eigenschaften

Tetraphenylmethan bildet farblose Kristalle, die bei 285 °C mit einer Schmelzenthalpie von 48,28 kJ·mol−1 schmelzen. Die Verbindung neigt schon bei Temperaturen ab 90 °C zur Sublimation. Die Dampfdruckfunktion ergibt sich nach August entsprechend ln(P) = A+B/T (P in Pa, T in K) mit A = 38,02 und B = −16280 im Temperaturbereich von 90 °C bis 115 °C. Die Sublimationsenthalpie beträgt 135,4 kJ·mol−1. Die Verbindung liegt in einem tetragonalen Kristallgitter vor.

Commons: Tetraphenylmethan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 Eintrag zu Tetraphenylmethane, >96.0% bei TCI Europe, abgerufen am 15. Oktober 2023.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 Eintrag zu Tetraphenylmethan. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 1. November 2016.
  3. ↑ Patent US7052783: Oxadiazole tetramers. Veröffentlicht am 1. August 2002, Erfinder: LEE RONG-HO, CHEN CHIN-TI, YEH HSIU-CHIH, CHAN LI-HSIN.‌
  4. 1 2 3 4 Verevkin, S.P.: Thermochemical Properties of Triphenylalkanes and Tetraphenylmethane. Strain in Phenyl Substituted Alkanes in J. Chem. Eng. Data 44 (1999) 557–562, doi:10.1021/je9802726.
  5. ↑ Osvald Knop, Kathryn N. Rankin, T. Stanley Cameron, Russell J. Boyd: Crystal chemistry of tetraradial species. Part 10. Tilting at windmills: conformations of the tetraphenyl species ZPh40, ±1 (Z = B, C, N). In: Canadian Journal of Chemistry. Band 80, Nr. 10, 2002, S. 1351–1366, doi:10.1139/v02-171.