The Ultimate Collection

The Ultimate Collection
Cover
Boxset von Michael Jackson

Veröffent-
lichung

16. November 2004

Label(s)

Sony Music, Epic Records

Format(e)

CD, DVD

Genre(s)

Pop, R&B, Soul, Disco

The Ultimate Collection ist eine Boxset-Anthologie des US-amerikanischen Sängers Michael Jackson aus dem Jahr 2004, die Jacksons Karriere auf 4 CDs abbildet, zusätzlich unveröffentlichte Lieder enthält und eine DVD mit einem Konzert der Dangerous World Tour sowie ein umfangreiches Begleitheft umfasst.

Inhalt

Die enthaltene CD-Kompilation bildet Jacksons Karriere von den frühen Hits der Jackson 5 bei Motown bis zu Invincible aus dem Jahr 2001. Neben bekannten Liedern beinhaltet sie auch zahlreiche Lieder, die bis dahin nicht veröffentlicht wurden oder nicht mehr erhältlich waren, des Weiteren unveröffentlichte Demoaufnahmen und leicht überarbeitete Lieder.

Die DVD stellt die erste physische Veröffentlichung von Live in Bucharest: The Dangerous Tour dar, einem Konzert aus Bukarest, das 1992 auf HBO ausgestrahlt worden war.

Das 60-seitige Begleitheft enthält Fotos und Texte des US-amerikanischen Musikkritikers Nelson George, der darin Jacksons Karriere zusammenfasst.

Unveröffentlichte Lieder

Veränderte Lieder

Unveröffentlichte Demoversionen

Nicht mehr erhältliche Lieder

Veröffentlichung

The Ultimate Collection wurde am 16. November 2004 von Epic Records veröffentlicht.

Das Lied Cheater erschien am 14. September 2004 im Vereinigten Königreich als Promo-Single zusammen mit dem R. Kelly Mix von One More Chance.

Die DVD Live in Bucharest: The Dangerous Tour wurde im darauffolgenden Jahr auch separat veröffentlicht.

Kommerzieller Erfolg

The Ultimate Collection verkaufte sich 2004 ca. 57.000 Mal.

2013 wurde das Boxset in den USA als Mehrfach-CD- bzw. DVD-Paket für 200.000 Exemplare mit Platin ausgezeichnet.

Kritiken

Quelle Bewertung
AllMusic SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Rolling Stone SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Pitchfork SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
Entertainment Weekly A-

Stephen Thomas Erlewine würdigte The Ultimate Collection auf AllMusic als erste Zusammenstellung, die einen derart großen Teil von Jacksons Karriere abdecke. Selbst für Vertraute des Materials sei es spannend, die Entwicklung vom überschwänglichen Kind zum jungen Erwachsenen hinter dem mitreißenden Disco-Sound nachzuverfolgen. Zwar biete die Sammlung nicht viele Überraschungen, aber es fänden sich zahlreiche Raritäten über die vier CDs verteilt, von denen einige ausgesprochen gut seien. Die Konzert-DVD dagegen sei durchschnittlich und das Begleitheft dürftig. Es enthalte nur einen Essay von Nelson George, eine Zeitleiste sowie zahlreiche vertraut wirkende Fotos. Kein Boxset könne es jedem Recht machen. Wer entweder eine konzentrierte Auswahl von Jacksons besten Aufnahmen suche oder eine Sammlung all seiner Hits erwarte, dürfte etwas unzufrieden sein, doch The Ultimate Collection komme der Sache nahe genug, um als definitive Zusammenstellung zu gelten.

Tom Moon urteilte beim Rolling Stone, The Ultimate Collection sei eine erneute, diesmal noch teurere Möglichkeit, ein Greatest-Hits-Album mit neuem Material zu kaufen. Immerhin biete das Set einen Überblick über Jacksons gesamte Karriere und eine Konzert-DVD. Positiv sei, dass es die erste Veröffentlichung ihrer Art darstelle, die auch Jacksons frühe Jahre einschließlich der Jackson Five berücksichtige. Er zeigte sich erstaunt, warum ein funkiger Titel wie Monkey Business mit seiner mitreißenden, ungezwungenen Lebendigkeit nie veröffentlicht wurde. Das lange verschwundene Stück We Are Here to Change the World dagegen habe kaum einer vermisst und das neue We’ve Had Enough sei eine überladene Antikriegshymne.

Pitchfork urteilte, einerseits sei Jackson inzwischen eine wandelnde Lachnummer, aber zugleich der erfolgreichste Solokünstler aller Zeiten, der unfassbare Lieder kreiert habe. Seit seinem Invincible-Flop sei er eine bizarre Kuriosität und suche verzweifelt nach Aufmerksamkeit, um sein Vermächtnis zurückzugewinnen und die Öffentlichkeit an seinen astronomischen Ruhm zu erinnern – und The Ultimate Collection sei nahezu perfekt dafür. Die Zusammenstellung beginne mit hohem Niveau, unglaublicher Ausgelassenheit und ansteckender Freude. Interessanterweise setze die Zusammenstellung auch auf weniger bekannte Titel der Jackson Five. Es mache Spaß, die Entwicklung seiner Stimme zu hören – von freudigen, energiegeladenen Ausrufen seiner frühen Lieder hin zum angespannten, abgehackten Stil seiner Zusammenarbeit mit Produzent Quincy Jones. Bei Jacksons späteren Werke ohne Jones fehle die Chemie zwischen den beiden. Auch die Demos und Raritäten seien zum Teil lausig und die unveröffentlichte Lieder langweilig. Die Konzert-DVD mit Jacksons beeindruckendem Tanz und der begeisterte Menschenmenge mache Spaß, doch wenn Jackson die Aufmerksamkeit wieder auf seine Musik und weg von Exzentrizitäten zu lenken wolle, sei es verwunderlich, warum er dafür ausgerechnet diese Show mit ihren lächerlich wirkenden und homoerotisch inszenierten Tänzer auswählt habe. Das Set biete zwar keinen gelungenen Überblick über Jacksons Karriere, da sie viel überflüssigen Kram enthalte; doch erinnere sie uns daran, dass Michael Jackson einer der größten Popstars aller Zeiten sei.

Entertainment Weekly bezeichnete Jacksons Ultimate Collection als "perfektes Geschenk für Menschen, die vergessen haben, warum er als King of Pop bezeichnet wurde."

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Michael Jackson: The Ultimate Collection. In: AllMusic. Abgerufen am 17. Oktober 2026 (englisch).
  2. ↑ Richard Lecocq: Michael Jackson: all the songs : the story behind every track. 2018, ISBN 978-1-78840-057-2 (worldcat.org [abgerufen am 17. Oktober 2026]).
  3. 1 2 Gold & Platinum. In: RIAA. Abgerufen am 17. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  4. 1 2 Tom Moon: Michael Jackson: The Ultimate Collection. In: Rolling Stone. 5. Januar 2005, abgerufen am 17. Oktober 2026 (amerikanisches Englisch).
  5. 1 2 Tom Breihan: Michael Jackson: The Ultimate Collection: Pitchfork Record Review. In: Pitchfork. 15. November 2004, archiviert vom Original am 19. Dezember 2007; abgerufen am 17. Oktober 2026 (englisch).
  6. 1 2 David Browne: Michael Jackson - The Ultimate Collection. In: AOTY. 6. Dezember 2004, abgerufen am 17. Oktober 2026 (englisch): „Perfect present for... Those who have forgotten why he was called the King of Pop.“