Theodor Renaud

Theodor Renaud (Pseudonym: Theodor Vulpinus) (* 6. Februar 1844 in Erlangen; † 28. September 1910 in Straßburg) war ein deutscher Schriftsteller.

Leben

Als Sohn des französisch-reformierten Predigers Jacques Renaud, einer Refugie-Familie entstammend, studierte Renaud nach dem Besuch des Gymnasiums in Erlangen Evangelische Theologie in Erlangen und Berlin. Während seines Studiums wurde er im Wintersemester 1861/62 Mitglied der Burschenschaft der Bubenreuther.

Nach seinem Studium wurde er in Bayreuth 1867 Pfarrer der reformierten Gemeinde. 1872 legte er das Amt nieder und arbeitete als Redakteur der Straßburger Zeitung. 1876 wurde er zum kaiserlichen Kreisschulinspektor in Rappoltsweiler berufen. In gleicher Funktion wirkte er später in Colmar. 1889 wurde er Regierungs- und Schulrat der Bezirksregierung in Colmar. 1905 wurde er beim Eintritt in den Ruhestand Geheimer Regierungsrat und zog nach Straßburg.

1904 wurde er Direktoriumsmitglied der Kirche Augsburger Konfession. In Straßburg wurde er 1905 Präsident des konservativ-nationalen Alsa-Bundes, einer Vereinigung literarisch interessierter Pfarrer und Lehrer, die die Zeitschrift Erwinia herausgaben.

Er verfasste deutsche und lateinische Gedichte, die teilweise von Alexander von Zemlinsky und Heinrich Zöllner vertont wurden. Sein Gedicht Kaiser Wilhelm I. war in einer früheren Ausgabe des Deutschen Kommersbuches enthalten. Er war auch als Übersetzer tätig.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Wikisource: Theodor Renaud – Quellen und Volltexte
Personendaten
NAME Renaud, Theodor
ALTERNATIVNAMEN Theodor Vulpinus (Pseudonym)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 6. Februar 1844
GEBURTSORT Erlangen
STERBEDATUM 28. September 1910
STERBEORT Straßburg