Theodore W. Schultz

Theodore W. Schultz (Aufnahme vor 1945)

Theodore William Schultz (Theodore William Schultz; * 30. April 1902 bei Arlington, South Dakota; † 26. Februar 1998 in Evanston, Illinois) war ein amerikanischer Ökonom. Er erhielt 1979 zusammen mit W. Arthur Lewis den Preis für Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel.

Leben

Schultz besuchte ab 1921 das South Dakota State College, um Landwirtschaft zu studieren. Nach dem Abschluss 1927 ging er an die University of Wisconsin–Madison, an der er 1930 in Agrar-Ökonomie (Agricultural Economics) promoviert wurde. 1930 bis 1943 lehrte er am Iowa State College und 1946 bis 1961 war er Professor an der University of Chicago. 1958 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt, 1962 in die American Philosophical Society und 1974 in die National Academy of Sciences.

Im Jahr 1960 stand Schultz der American Economic Association als gewählter Präsident vor.

Forschung

In seinen Arbeiten zeigte er den Zusammenhang des Bildungsniveaus der Bevölkerung mit dem wirtschaftlichen Wohlstand auf und plädierte für ein Bildungsprogramm für Entwicklungsländer. Unter anderem untersuchte er, warum Japan und Deutschland sich nach dem Zweiten Weltkrieg schneller erholten als z. B. Großbritannien und führte das auf gute Gesundheitsfürsorge und Erziehung zurück. Er war einer der Begründer der Humankapitaltheorie. Wichtige Arbeiten erstellte er auch auf dem Gebiet der Agrarökonomie.

Ehrungen

Veröffentlichungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Member History: Theodore W. Schultz. American Philosophical Society, abgerufen am 23. Dezember 2018.
  2. ↑ Past and Present Officers. aeaweb.org (American Economic Association), abgerufen am 15. April 2018 (englisch).
  3. ↑ Francis A. Walker Medalists. aeaweb.org, abgerufen am 3. Januar 2021 (englisch).