Thomas Achenbach

Thomas Achenbach (* 20. Juli 1975 in München) ist ein deutscher Journalist, Trauerbegleiter und Autor.

Leben und Wirken

Thomas Achenbach absolvierte in Osnabrück zunächst eine Ausbildung zum Schriftsetzer und war in der Zeitungsproduktion der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) in diesem Beruf tätig. Parallel arbeitete er als freier journalistischer Mitarbeiter für die Lokalredaktionen des Hauses sowie den Osnabrücker Bürgerrundfunksender Osradio 104,8. Nach einem redaktionellen Volontariat bei der NOZ wurde er 2005 als Redakteur übernommen und arbeitete in den Folgejahren zeitweise als Redaktionsleiter der zum Unternehmen gehörenden Gratiszeitungen Osnabrücker Nachrichten und Emsland-Kurier. Später ließ er sich nebenberuflich zum Trauerbegleiter ausbilden und zertifizieren.

Neben seiner selbstständigen Tätigkeit in eigener Praxis für Trauerbegleitung in Osnabrück arbeitet Achenbach inzwischen hauptberuflich als Audio-Manager und Podcast-Spezialist bei der zur NOZ/mh:n-Gruppe gehörenden NOZ Digital.

Als Referent und Dozent hält Achenbach Vorträge zum Thema Trauer, leitet Seminare und veranstaltet Fortbildungen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Begleitung von verwaisten Eltern sowie von Hinterbliebenen nach Suiziden, in der Entwicklung von Ritualen und Impulsen für Trauernde, in der Männertrauer und im Umgang mit existentiellen Krisen im betrieblichen Umfeld.

2019 veröffentlichte Achenbach im Patmos Verlag unter dem Titel Männer trauern anders ein Sachbuch zum Thema Männertrauer, das seit 2026 in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vorliegt. 2020 erschien im Campus-Verlag der Titel Mitarbeiter in Ausnahmesituationen, der sich an Führungskräfte in Unternehmen, an Personalverantwortliche sowie an Betriebsräte richtet. Mit dem ABC der Trauer legte Achenbach 2023 wieder einen Ratgeber für ein breites Publikum vor, in dem er in Kurztexten verschiedene Aspekte der Trauer behandelt. 2026 veröffentlichte er mit Die Geschichte vom Lebensvogel, oder: Warum Trauer heilsam ist erstmals ein literarisch gefärbtes Werk zu diesem Thema, das die Form einer poetischen Erzählung aufweist.

In überregionalen deutschsprachigen Medien tritt Achenbach regelmäßig als Experte für Trauerkultur in Erscheinung. So plädierte er 2023 für eine Liberalisierung der Pflicht zur Bestattung in Deutschland und die Schaffung individueller Gedenkorte außerhalb klassischer Friedhofsstrukturen. Zu Fragen kollektiver Traumata und Schuldgefühlen von Hinterbliebenen äußerte er sich unter anderem im Kontext von Großschadensereignissen wie dem Absturz von Germanwings-Flug 9525.

Achenbach ist mit der Journalistin und Schriftstellerin Cornelia Achenbach verheiratet und hat mit ihr eine Tochter. Die Familie lebt in Osnabrück. Sein Vater ist der Rechtswissenschaftler Hans Achenbach.

Publikationen

Einzelnachweise

  1. 1 2 Autorenprofil Thomas Achenbach bei noz.de. In: Neue Osnabrücker Zeitung. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  2. 1 2 3 Thomas Achenbach: Über mich – Thomas Achenbach. Abgerufen am 15. Oktober 2026.
  3. 1 2 Matthias Liedtke: Osnabrücker Autor Thomas Achenbach zeigt, warum Trauer heilsam sein kann. In: Neue Osnabrücker Zeitung. 27. September 2026, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  4. ↑ dpa: Ganz für sich und körperlich: Männer trauern anders. In: Süddeutsche Zeitung. 27. März 2024, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  5. ↑ Martina Schwager (epd): Trauerexperte: Bestattungspflicht ist längst überholt. In: Sonntagsblatt. 17. September 2023, abgerufen am 15. Oktober 2026.
  6. ↑ Charlotte Morgenthal (epd): Können Entschädigungen nach einem Verlust helfen? In: evangelisch.de. 28. August 2026, abgerufen am 15. Oktober 2026.
Personendaten
NAME Achenbach, Thomas
KURZBESCHREIBUNG deutscher Journalist, Trauerbegleiter und Sachbuchautor
GEBURTSDATUM 20. Juli 1975
GEBURTSORT München