Thomas Grunenberg (* 2. November 1955) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.
Grunenberg rückte als Teenager während der Spielzeit 1974/75 beim Berliner Oberligisten SC Westend 1901 in die Wettkampfmannschaft auf, wo er in der Debütsaison elf Saisontore erzielte. Auch in den folgenden Spielzeiten traf er jeweils zweistellig. Dabei wurde er mit 19 Saisontoren in der Spielzeit 1976/77 gleichauf mit Peter Pagel erstmals Torschützenkönig der Berliner Meisterschaft, zwei Jahre später lag er gleichauf mit Wolfgang Balzereit und Ralf Lehmann mit 21 Treffern am Saisonende an der Spitze der Torschützenliste.
Im Sommer 1979 wechselte Grunenberg zum stadtrivalen Tennis Borussia Berlin in die 2. Bundesliga Nord. In der Spielzeit 1979/80 trug er mit neun Treffern in 33 Saisonspielen im Sturmduo mit Norbert Stolzenburg zum Klassenerhalt auf dem 13. Tabllenplatz bei. In der folgenden Saison rückte er zeitweise ins zweite Glied, als die Mannschaft auch aufgrund der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga den Klassenerhalt auf dem 17. Tabellenrang verpasste. In der anschließenden Oberligasaison erzielte er nochmals 14 Saisontore, als die Mannschaft im Duell mit Hertha Zehlendorf punktgleich abschloss und aufgrund der besseren Tordifferenz in die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga einzog. Mit nur einem Punkt dort verpasste er die Zweitligarückkehr.
Später wechselte Grunenberg innerhalb der Oberliga zu den Reinickendorfer Füchsen. In der Oberligasaison 1985/86 platzierte er sich dabei mit 14 Saisontoren erneut in der Top 10 der Torschützenliste. Mit dem Klub wurde er als Ergänzungsspieler in der Spielzeit 1988/89 Oberligameister, der Klub scheiterte jedoch in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga ebenso wie in der folgenden Saison. Inwiefern er anschließend seine Laufbahn noch fortsetzte geht aus der Datenlage nicht hervor.
In der Spielzeit 1993/94 war Grunenberg Trainer des Nordost-Oberligisten Türkiyemspor Berlin, den er anschließend trotz Qualifikation für die neu geschaffene Regionalliga Nordost verließ. Stattdessen übernahm er den Regionalligakonkurrenten Hertha Zehlendorf, bei dem er im Abstiegskampf befindlich während der Spielzeit 1995/96 freigestellt wurde. Im Sommer 1998 übernahm er den Oberliisten VfB Lichterfelde, nach neun Spielen mit nur einem Sieg folgte jedoch zeitnah das direkte Aus. Anschließend war er bis zur Ablösung durch Mirko Slomka im Sommer 1999 A-Jugend-Trainer bei TeBe. Ab Januar 2000 übernahm er bis Saisonende interimistisch den Spandauer BC, bei dem der noch bei TeBe als Spieler gebundene Dirk Muschiol für die folgende Spielzeit verpflichtet worden war. Erfolglos verlief ein Engagement 2005 beim SV Falkensee-Finkenkrug, wo er bis zur Demission in den ersten neun Saisonspielen gänzlich ohne Sieg geblieben war.
2008 übernahm Grunenberg die TeBe-Frauenmannschaft, die er am Ende der Zweitligasaison 2008/09 in die Bundesliga führte. Mit dem Neuling war er in der Spielzeit 2009/10 chancenlos, nach dem direkten Wiederabstieg als Schlusslicht gab er das Amt auf.
Grunenberg war hauptberuflich Sportlehrer bei der Berliner Polizei. Nachdem er Mitte der 1970er seine Ausbildung bei der Polizei begonnen hatte, ließ er das Amt während seiner Profizeit ruhen. 1986 kehrte er in den Staatsdienst zurück.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grunenberg, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 2. November 1955 |