Thomas Reinhard Walach (auch: Thomas Walach-Brinek; * 8. November 1983 in Wien) ist ein österreichischer Historiker, Lehrer und Journalist.
Thomas Walach ist der Sohn einer Lehrerin. Er sagt von sich, dass er in einer matriarchal geprägten Familie aufgewachsen sei.
Walach studierte Geschichtswissenschaft an der Universität Wien und der Universität Freiburg (Schweiz). 2013 bis 2015 war er als Studienassistent am Institut für Geschichte, Universität Wien und von April bis Juni 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitskreis eHistory der Österreichischen Computer Gesellschaft tätig. Im März 2015 schloss er mit ausgezeichnetem Erfolg sein Master-Studium der Geschichte an der Universität Wien ab und war ab dem Wintersemester ebendort Lektor am Institut für Geschichte. Von Juli 2015 bis Jänner 2017 war er zudem Mitarbeiter der Studienprogrammleitung Geschichte.
Ab dem Sommersemester 2015 absolvierte er sein Doktoratsstudium Philosophie im Promotionsfach Geschichte, das er 2017 an der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät mit der Dissertation Geschichte des virtuellen Denkens abschloss. Ab dem Wintersemester 2016 als Universitätsassistent (Prae-Doc) am Institut für Geschichte für Geschichte und Theorie schriftlicher und nicht schriftlicher Quellen und Digitalisierung aktiv. Gleichzeitig war er 2016/2017 ERASMUS-Gastdozent im Fachbereich Geschichte und Soziologie an der Universität Konstanz. Seine letzte Lehrveranstaltung, VO Theorien in der Geschichtswissenschaft und Wissenschaftstheorie, hielt Walach im Sommersemester 2023 ab.
Mit Martin Tschiggerl betrieb Walach im Standard von August bis Dezember 2017 monatlich sowie letztmalig im November 2018 den Userblog Historiker bloggen.
Walach war Gründungsmitglied des Onlinemediums zackzack.at und von Juni 2019 bis März 2022 dessen Chefredakteur. Als Gründungsgesellschafter war er von 12. Juli 2021 bis 12. Juli 2022 Geschäftsführer der Zack Media GmbH.
Im Jänner 2023 übertrug Walach seine Gründungs-Gesellschaftsanteile an der Zack Media GmbH an den Bildungsverein – Offene Gesellschaft.
Im Juli 2019 wurde Walach als Listenkandidat der Partei Jetzt – Liste Pilz zur Nationalratswahl 2019 nominiert und nahm als Listen-Vertreter an einer sogenannten Elefantenrunde im Fernsehsender Puls 4 teil.
Von September 2022 bis September 2023 war Walach als Chef vom Dienst für digitale Kommunikation der SPÖ-Bundespartei und des SPÖ-Parlamentsklubs tätig.
Er war Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ), aus der er im Februar 2022 austrat.
Walach arbeitet seit 2023 als Mittelschullehrer an einer Wiener Brennpunktschule. In einem Interview, das er Klaus Knittelfelder für die Presse am Sonntag im Mai 2026 gab, sprach er „über massive Integrationsprobleme, mit denen er tagtäglich konfrontiert“ sei. Walach teilte auch mit, dass ihm die zuständige Bildungsdirektion Wien angewiesen habe sich nur noch bildungspolitisch zu äußern, wenn ihm davor eine Genehmigung erteilt wurde. Die Mittelschullehrerin Susanne Wiesinger wertete diese Vorgehensweise in der Kronen Zeitung als „Maulkorb“.
2026 wurde Walach in einem Verfahren wegen Ehrenbeleidigung und übler Nachrede vom Handelsgericht Wien verurteilt. Er hatte dem SPÖ-Bezirksrat Muhammed Yüksek vorgeworfen den „politischen Islam“ zu befördern. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Thomas Walach ist mit einer Lehrerin verheiratet und lebt in Wien. In seiner Freizeit betätigt er sich als Hobbyimker.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Walach, Thomas |
| ALTERNATIVNAMEN | Walach, Thomas Reinhard (vollständiger Name); Walach-Brinek, Thomas |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Historiker, Lehrer und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 11. November 1983 |
| GEBURTSORT | Wien |