Thorsten Smidt

Thorsten Smidt (2021)

Thorsten Smidt (* 20. Juni 1971 in Lemgo, Kreis Lippe) ist ein deutscher Kunsthistoriker, Ausstellungsmacher und Autor.

Leben

Smidt studierte Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur, Philosophie und Polonistik an der Universität zu Köln, der Universität Wien und der Universität Hamburg. In seiner vom Deutschen Historischen Institut in Warschau geförderten Dissertation untersuchte er das Verhältnis von Kunst und Politik in der Volksrepublik Polen. Nach der Promotion 2002 an der Universität Hamburg zum Dr. phil. trat er im selben Jahr ein wissenschaftliches Volontariat bei den Staatlichen Museen Kassel (heute: Museumslandschaft Hessen Kassel) an. Dort war er Kurator der Ausstellung Johannes Vermeer: Der Geograph. Die Wissenschaft der Malerei. 2004 wechselte Smidt als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Städelsche Kunstinstitut (heute: Städel Museum). Ab 2005 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Museumslandschaft Hessen Kassel Projektleiter und Kurator der Hessischen Landesausstellung 2008 König Lustik!? Jérôme Bonaparte und der Modellstaat Königreich Westphalen. Anschließend leitete er den Geschäftsbereich Ausstellungskonzeption und -gestaltung der projekt2508 GmbH in Bonn. In dieser Funktion war er Kurator kulturhistorischer und technikgeschichtlicher Ausstellungen wie der Hessischen Landesausstellung 2013 Expedition Grimm, der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 Als die Royals aus Hannover kamen, der Dauerausstellungen von Schloss Drachenburg in Königswinter, des Spohr Museums in Kassel, des Hammermuseums in Hasloch, des Erlebnisaufzugs Altena, des dezentralen Heimatmuseums MonChronik in Monheim am Rhein.

Seit 2016 ist er Ausstellungsdirektor der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Dauer- und Wechselausstellungen an allen vier Standorten der Stiftung, das Leih-Ausstellungsprogramm sowie Grundsatzfragen zu Ausstellungskonzeption und -gestaltung. Im Oktober 2021 erschien Smidts erster Roman: Vier Nullen zu viel. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er nebenberuflich eine auf zeitgenössische polnische Kunst spezialisierte Galerie.

Schriften (Auswahl)

Belletristik

Monographien

Herausgeberschaften

Katalogkonzept

Aufsätze (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.projekt2508.de/expo2508/
  2. ↑ Expedition Grimm: Das Recht in die Hand nehmen. In: Hessische/Niedersächsische Allgemeine. 25. Juli 2013 (hna.de [abgerufen am 14. Juni 2018]).
  3. ↑ WELT: Ausstellung: Britische Kronjuwelen kommen nach Hannover. In: Die Welt. 16. Mai 2013 (welt.de [abgerufen am 11. Juni 2018]).
  4. ↑ Ausstellungen. Abgerufen am 11. Juni 2018 (deutsch).
  5. ↑ Spohr - Spohr-Museum. Abgerufen am 11. Juni 2018 (englisch).
  6. ↑ PresseBox (c) 2002–2018: Kurtz Ersa eröffnet Hammermuseum in Hasloch. Abgerufen am 11. Juni 2018 (deutsch).
  7. ↑ Der neue Erlebnisaufzug zur Burg Altena - Märkischer Kreis. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  8. ↑ Monheim: Im Gänsemarsch durch die Geschichte. In: RP Online. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  9. 1 2 Ansprechpartner der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Abgerufen am 11. Juni 2018.
  10. ↑ Thorsten Smidt: Vier Nullen zu viel oder: Eine Reise nach Polen, um auf vernünftige Gedanken zu kommen. 1. Auflage. Kick Verlag, Bonn 2021.
  11. ↑ https://galerie-smidt.de/
Personendaten
NAME Smidt, Thorsten
KURZBESCHREIBUNG deutscher Kunsthistoriker
GEBURTSDATUM 20. Juni 1971
GEBURTSORT Lemgo, Kreis Lippe