Tidikit (auch: Tidikitt) ist ein Dorf in der Landgemeinde Inatès in Niger.
Geographie
Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf befindet sich rund 40 Kilometer südwestlich des Hauptorts Inatès der gleichnamigen Landgemeinde, die zum Departement Ayérou in der Region Tillabéri gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Tidikit zählen Tangouchemane im Nordwesten, Tintidangawene im Nordosten und Amanas im Westen.
Tidikit ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300mm.
Geschichte
Der französischeTuareg-Forscher Edmond Bernus hielt sich 1962 in Tidikit auf. Das Dorf wurde Mitte 2020 von einer der nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen angegriffen, die in dieser Zeit die gesamte Grenzregion zu Burkina Faso und Mali unsicher machten. Im Sommer 2023 flüchteten rund 630 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, aus Tidikit, Amanas und Ikakane nach Ayérou. Dem vorangegangen war ein Ultimatum einer bewaffneten Gruppe, die Siedlungen zu verlassen.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Tidikit 342 Einwohner, die in 34 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 251 in 38 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 596 in 73 Haushalten.
↑Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 2.August 2026]).
↑Touaregs du Niger. Le regard d’Edmond Bernus. Texte und Fotografien von Edmond Bernus, Vorwort von Caroline Bernus und Einleitung von Marceau Gast. Éditions Grandvaux, Brinon-sur-Sauldre 2007, ISBN 978-2-909550-49-7, S.38.
↑Recensement Général de la Population 1988: Répertoire National des Villages du Niger. Bureau Central de Recensement, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey März 1991, S.273 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 2.April 2023]).