Von 2002 bis 2005 war er stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift Brigitte. Er arbeitet als freier Journalist und Kolumnist unter anderem für Brigitte, das SZ-Magazin und Merian und ist Autor mehrerer Kriminalromane. Sein Roman Blutapfel wurde von Markus Imboden mit Milan Peschel und Emily Cox fürs ZDF unter dem Titel Danowski – Blutapfel verfilmt. Sein Roman Neunauge wurde von Jonas Grosch fürs ZDF verfilmt und hatte 2025 auf dem Deutschen Fernsehkrimi-Festival in Wiesbaden Premiere. Sein Buch Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben? stand im Frühjahr 2021 mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestseller-Liste (Paperback Sachbuch) und erreichte dort Platz 7.
In einem Beitrag für das SZ-Magazin im Kontext der Black-Lives-Matter-Bewegung 2020 kritisierte Raether, dass deutsche Krimiserien ein einseitig positives Bild von Polizisten vermitteln würden. Er plädierte dafür, Gewalt und Rassismus in der Polizei häufiger darzustellen, und kündigte an, in seinen Kriminalromanen mehr von der „Lebensrealität der Marginalisierten“ zu erzählen. Der Focus-Kolumnist Jan Fleischhauer kritisierte den Artikel mit dem Argument, Krimiserien würden Zuschauer dann lehren, „stärker wie Drogenhändler und Mörder zu denken, schauen und fühlen“.
2021 erschien der Roman Treue Seelen, der 1986 in Berlin vor dem Mauerfall spielt. Raether war im Juni 2022 Gründungsmitglied des PEN Berlin.
Raether lebt in Hamburg. Er hat zwei Kinder.
Werk
Der kleine Beziehungsberater. Wunderlich, Hamburg 2001, ISBN 3-8052-0680-1.
↑dpa:Literatur: "Die Architektin" von Till Raether ist "Buch des Jahres". In: Die Zeit. 28.November 2023, ISSN0044-2070 (zeit.de[abgerufen am 26.Dezember 2023]).