Tina Groll (* 1980) ist eine deutsche Wirtschaftsredakteurin und Buchautorin.
Groll studierte Journalistik und Wirtschaft an der Hochschule Bremen und am Manipal Institute of Communication in Indien. Nach einem Volontariat beim Bremer Weser-Kurier ist sie seit 2009 Redakteurin im Ressort Wirtschaft bei der Wochenzeitung Die Zeit.
Von 2007 bis 2009 war sie Mitglied im Vorstand des Journalistinnenbunds, von 2009 bis 2011 war sie Mitglied im Vorstand von Netzwerk Recherche. 2008 zeichnete das Medium Magazin sie als eine der Top 30 Journalistinnen und Journalisten unter 30 Jahren aus.
Im Februar 2019 übernahm Groll den Bundesvorsitz der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) und führte die Berufsgruppe der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft sechs Jahre bis Ende 2024. Groll ist Mitglied im Deutschen Presserat.
2009 erhielt Groll den Otto-Brenner-Preis (Recherchestipendium) für ihre Recherche über einen Schrottimmobilienskandal, die sie in der Zeit veröffentlichte. Ebenfalls 2009 unternahm sie einen Selbstversuch als Nachwuchspolitikerin in die CDU – ihre Recherche veröffentlichte sie unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und in dem Buch Angepasst & Ausgebrannt – Parteien in der Nachwuchsfalle von Thomas Leif. 2009 wurde Groll Opfer eines Identitätsdiebstahls in besonders heftigem Ausmaß. Sie verarbeitete die Straftat journalistisch und wurde so zu einer Expertin. Mit dem ehemaligen Interpol-Agenten und Cybercrime-Experten Cem Karakaya schrieb Groll mehrere Bücher über Internetkriminalität. Journalistisch beschäftigt sie sich überwiegend mit Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie Verbraucher- und Finanzthemen, vor allem aber mit Rentenpolitik, Pflege, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsrecht sowie Gleichberechtigung.
Tina Groll lebt mit ihrer Familie in Berlin.
| Personendaten | |
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| NAME | Groll, Tina |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Journalistin |
| GEBURTSDATUM | 1980 |