Tobias Lohner

Tobias Lohner (* 13. März 1619 in Neuötting; † 26. Mai 1697 in München) war ein deutscher Jesuit.

Leben

Lohner trat 1637 in das Noviziat der Jesuiten im Jesuitenkolleg in Landsberg am Lech ein. Er wurde unter anderem am Gymnasium in Hall, in Innsbruck und an der Universität Ingolstadt ausgebildet, bevor er 1649 in Eichstätt die Priesterweihe empfing. Von 1654 bis 1657 lehrte er Philosophie am Jesuitenkolleg Ingolstadt und am Jesuitenkolleg Dillingen, bevor er Professor für Dogmatik und Moral am Kloster Ebersberg wurde. Zwischen 1662 und 1664 war er in Regensburg tätig.

Lohner kam 1664 als Rektor an das Jesuitenkolleg in Luzern. Dort machte er sich insbesondere um den Bau der Jesuitenkirche verdient. Ab 1669 war er in Dillingen an der Donau als Studiendirektor und Prediger tätig. Er soll er auch Professor der Pastoraltheologie an der Universität Dillingen gewesen sein.

Lohner wurde 1677 zum Beichtvater des Freisingers Fürstbischofs Albert Sigismund berufen. Seine letzten Jahre verbrachte er in München. Er wurde insbesondere für seine Schriften bekannt. Unter anderem begründete er die im 18. Jahrhundert weit verbreitete Andacht zu den Sieben Zufluchten.

Lohners 1679 in Dillingen erschienenes Werk Instructio practica de confessionibus rite … wurde 1728 durch die Glaubenskongregation auf den Index gesetzt.

Werke (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Konrad M. Müller: Johann Friedrich Pereth und die „Sieben Heiligen Zufluchten“. In: Barockberichte. Nr. 55/56 (2011), S. 583–588 (6,7 MB)
  2. ↑ Jesús Martínez de Bujanda, Marcella Richter: Index librorum prohibitorum 1600–1966. In: Index des livres interdits. Band XI. Médiaspaul, Montréal 2002, ISBN 2-89420-522-8, S. 556 (französisch, Volltext in der Google-Buchsuche).