1963 wurde er Bachelor of Arts für Philosophie am Carleton College. Von 1972 bis 1973 war er Austauschstipendiat an der Freien Universität Berlin und promovierte 1974 an der Vanderbilt University. Von 1973 bis 1980 war er Assistant Professor an der Yale University, unterbrochen von Aufenthalten als Morse Fellow 1975/76 an der Universität Heidelberg und Maître de conférences associé an der Universität Nizza 1978/79. Daran anschließend war Rockmore 1980/81 Visiting Associate Professor an der Vanderbilt University, 1981/82 Humboldt-Forschungsstipendiat an der Universität Tübingen und 1982–1985 Associate Professor an der Fordham University. Es folgten Aufenthalte 1985/86 an der Université Laval in Paris und 1986/87 als Senior Research Fellow an der Wesleyan University. Von 1987 bis 2007 war er Professor an der Duquesne University in Pittsburgh. An der Universität Poitiers habilitierte er sich 1994 zum Forschungsleiter („diriger des recherches“) und hielt sich im Frühjahr 2004 an der Temple University als Distinguished Professor auf. Ab 2007 war er Distinguished Professor am McAnulty College der Duquesne University. Im Frühling der Jahre 2007 und 2008 war er jeweils als Fulbright-Stipendiat Gastprofessor an der Universität Peking.
Rockmore war Mitherausgeber oder Gutachter zahlreicher philosophischer Zeitschriften und Mitglied zahlreicher Wissenschaftlicher Fachgesellschaften. Er sprach Englisch und Französisch als Muttersprachen und Deutsch, Griechisch, Lateinisch, daneben auch Russisch und Chinesisch.
Werk
Rockmore arbeitete zur gesamten modernen Philosophie. Er erforschte insbesondere das epistemologische Vermächtnis des deutschen Idealismus sowie das Verhältnis von Philosophie und Politik. Rockmore hat sich den Philosophen des deutschen Idealismus Immanuel Kant, Johann Gottlieb Fichte und Georg Wilhelm Friedrich Hegel, dem Werk von Karl Marx sowie den Philosophen des 20. Jahrhunderts Martin Heidegger, Jürgen Habermas und George Lukacs gewidmet. Zuletzt befasste er sich mit einer neuen Theorie, dass Wissen im Grunde („intrinsical“) historisch sei.
In seinem Buch Marx after Marxism vertrat Rockmore die Thesen eines Scheiterns des Marxismus als politischer Alternative nach dem Zerfall des sowjetischen Machtblockes 1991 sowie, beginnend mit Friedrich Engels, eines grundsätzlichen Missverständnisses von Marx durch die Marxisten.
Publikationen
Bücher
Fichte, Marx and German Philosophy, Southern Illinois University Press, Carbondale 1980,
mit T. Blakeley, J. Colbert and W. Gavin: Soviet Marxism and Alternatives, Reidel, Boston 1981
Hegel's Circular Epistemology, Indiana University Press, Bloomington 1986
Habermas on Historical Materialism, Bloomington and London: Indiana University Press, Bloomington und London 1989
Irrationalism. Lukács and the Marxist View of Reason, Temple University Press, Philadelphia 1992
Hegel. Avant et après, Éditions Criterion, Paris 1992
englische Ausgabe: Before and After Hegel: A Historical Introduction Berkeley 19931, mit einem neuen Vorwort: [...] A Historical Introduction to Hegel's Thought Hackett, Indianapolis 2003
italienische Ausgabe Rom 1996
rumänische Ausgabe Bukarest 1999
chinesische Ausgabe Peking 2005
Hegel et la tradition philosophique allemande, Éditions Ousia, Brüssel 1994
Heidegger and French Philosophy: Humanism, Anti-Humanism and Being, Routledge, London 1995
Heidegger und die französische Philosophie, übersetzt ins Deutsche von Thomas Laugstien, Zu-Klampen-Verlag, Lüneburg 2000
japanische Ausgabe Tokio 2006
On Hegel's Epistemology and Contemporary Philosophy, Humanities Press International, Atlantic Highlands (New Jersey) 1996