Tommy Kent

Tommy Kent (* 21. August 1942 als Guntram Kühbeck in München; † September 2022) war ein deutscher Rock-’n’-Roll- und Schlagersänger, Schauspieler, Maler sowie Architekt.

Biografie

Kühbeck wuchs als Sohn eines Arztes in München auf und erhielt schon als Kind Gesangsunterricht. Um sein Architekturstudium zu finanzieren, trat er als Sänger in verschiedenen Schwabinger Künstlerkneipen auf.

Single Susie Darlin’, 1958

Seine ersten beiden Plattenaufnahmen erschienen 1958. Kühbeck verwendete unter anderem das Pseudonym Jonny Keller und trat als Mitglied der Achim-Beier-Singers auf. Im gleichen Jahr nahm der Produzent Bert Kaempfert mit Kühbeck, der nunmehr als Tommy Kent auftrat, für das Label Polydor die deutschsprachige Cover-Version des Robin-Luke-Hits Susie Darlin’, auf. Der Titel erreichte im Juni 1959 den vierten Platz der deutschen Hitparade. Weitere Singles sowie Auftritte in Schlagersendungen und -filmen folgten. Kühbecks Repertoire bestand zu einem großen Teil aus deutschen Coverversionen zumeist US-amerikanischer Hits von Gary Paxton, Elvis Presley, Lloyd Price, Cliff Richard, Ritchie Valens und anderen. Daneben finden sich auch Kompositionen von Kaempfert und Peter Moesser.

Von 1962 bis 1964 war Kent bei der Plattenfirma Ariola unter Vertrag, danach arbeitete er unter verschiedenen Pseudonymen (u. a. Fred Karmann, Tommy Shane) für verschiedenen Produktionsfirmen (z. B. Tempo). Anfang der 1970er Jahre nahm er als Tommy Kent bei Intercord nochmals zwei Titel auf. Dieser und weitere Comebackversuche in den 1970er Jahren scheiterten jedoch. 1975 erschien bei Teldec eine Single unter Kühbecks bürgerlichem Namen mit zwei Titeln auf Bairisch. 1981 erschien die Single Donner, Blitz und Rock'n'Roll.

Später arbeitete Kühbeck als Architekt. Er entwarf u. a. das Gebäude des spanischen Konsulats in München. Als Tommy Kent-Kühbeck gestaltete er als Designer 2003 für Siemens den Buddy Bären, der mit einem Musiksystem für spezielle Buddy-Bären-CDs ausgestattet war.

Privatleben

Kühbeck war der Onkel von Pola Kinski, die ihn in ihrem Buch Kindermund (2013) erwähnt.

Diskografie (Auswahl)

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles
Susie Darlin’
 DE401.07.1959(20 Wo.)
Wie keine andere (O Mona) (mit Viktor Reschke und sein Fernseh-Orchester)
 DE4501.11.1959(8 Wo.)
Alle Nächte
 DE4601.10.1960(4 Wo.)
Sweet Baby Sweet
 DE4401.09.1963(5 Wo.)

Singles

Label der Schallfolie Hula Baby, 1958
Label der Single Morgen sollst du nicht mehr weinen, 1962
Label der Single Elisa, 1970

EPs

Weitere Titel

Zwischen 1966 und 1969 nahm Tommy Kent unter verschiedenen Pseudonymen Coverversionen für diverse Billiglabels auf. Die Aufnahmen erschienen zumeist mit Titeln anderer Interpreten auf Singles und EPs.

LPs

CDs

Filmografie (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Münchner Merkur vom 13. Januar 2003
  2. ↑ Pola Kinski: Kindermund. Insel Verlag, Berlin 2013. ISBN 978-3-458-17571-1, S. 25f., 181.
  3. ↑ Charts DE
Personendaten
NAME Kent, Tommy
ALTERNATIVNAMEN Kühbeck, Guntram (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schlagersänger, Schauspieler, Maler und Architekt
GEBURTSDATUM 21. August 1942
GEBURTSORT München
STERBEDATUM September 2022