
Die Tonhalle Wil ist ein Konzerthaus in der Stadt Wil im Schweizer Kanton St. Gallen. Das Gebäude wurde 1876 durch die Ortsbürgergemeinde Wil erbaut und ist bis heute in deren Besitz.
Seit dem 15. Jahrhundert gibt es in Wil eine Theatertradition. Die heute noch bestehende Theatergesellschaft, Rechtsnachfolgerin der 1715 gegründeten Cäcilienmusikgesellschaft, führte diese Tradition ab 1866 weiter. Auch aus diesem Grund erbaute man 1876 die Tonhalle. Baumeister war Joseph Bösch, ein Schüler von Gottfried Semper. In der Regel fanden die Stücke der Theatergesellschaft seither in der Tonhalle statt. Die Tonhalle wurde am 21. Januar 1877 feierlich eröffnet. Die auf 44'500 Franken veranschlagten Baukosten wurden mit effektiv 81'500 Franken deutlich überschritten. Das Gebäude wurde 1976 bis 1978 erstmals renoviert. Unter anderem wurde zu diesem Anlass der Orchestergraben versenkt. Die Farbwahl des Saales war heftig umstritten. 2004 bis 2005 wurde die Tonhalle vom Architekturbüro Angehrn & Spiess erneut renoviert.
Das Stadtparlament Wil tagt in der Tonhalle. Die Tonhalle verfügt über einen Förderverein, der das Konzerthaus projektbezogen unterstützt.
Koordinaten: 47° 27′ 56,3″ N, 9° 2′ 59,3″ O; CH1903: 721469 / 258454