Karl Anton Josef „Tony“ Avenarius auch Toni Avenarius (Pseudonym: Antonius Hafermann; * 17. April 1836 in Bonn; † 31. Januar 1901 in Köln) war ein deutscher Buchillustrator, Grafiker, Zeichner, Komponist und Librettist.
Tony Avenarius, der Sohn des Oberbergrats Otto Avenarius und dessen Frau Amalia, geborene Flocken, studierte ab 1853 an der Kunstakademie München und wurde Mitarbeiter in den Ateliers von Gisbert Flüggen sowie Erich Corres. 1861 zog er nach Köln, wo er Inhaber einer lithografischen Werkstatt wurde.
Als erstem Künstler gelang Tony Avenarius 1869 das Zusammenfügen der 400 bis 450 Mosaikteile, Bestandteil des Fußbodens in der Krypta von St. Gereon, und der Architekt Heinrich Wiethase brachte dieses Mosaik, abgestimmt auf den Raum, ein. Ihm ist weiterhin die Entdeckung und Erhaltung der von ihm der Romanik zugeordneten Deckenmalerei zu verdanken.
Im Jahr 1880 war Tony Avenarius neben Adolf Wallraf einer von nur zwei Künstlern, die Vorlagen für Serien von Lithografien zur Dokumentation des Historischen Festzugs zur Domvollendung schufen. Avenarius’ Arbeit wurde allgemein als die künstlerisch wertvollere angesehen.
Zeitweilig war Tony Avenarius Vizepräsident des Kölner Männer-Gesang-Verein sowie Baas in der Laienspielgruppe Cäcilia Wolkenburg, für die er unter seinem Pseudonym zahlreiche Texte schrieb.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Avenarius, Tony |
| ALTERNATIVNAMEN | Avenarius, Karl Anton Josef; Avenarius, Toni; Hafermann, Antonius (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Buchillustrator, Grafiker, Zeichner, Komponist und Librettist |
| GEBURTSDATUM | 17. April 1836 |
| GEBURTSORT | Bonn |
| STERBEDATUM | 31. Januar 1901 |
| STERBEORT | Köln |