
Torsten Renz (* 13. August 1964 in Güstrow) ist ein deutscher Politiker (CDU). Von 2002 bis 2006 und von 2009 bis 2026 war er Abgeordneter des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen November 2020 und November 2021 war er Innenminister im Kabinett Schwesig I.
Renz besuchte die Polytechnische Oberschule und danach eine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenmonteur mit Abitur. Nach dem Grundwehrdienst in der NVA absolvierte er 1986 bis 1991 an der TU Magdeburg ein Studium, das er 1991 als Diplom-Ingenieur-Pädagoge abschloss. Anschließend war er bis 2002 als Berufsschullehrer für Metalltechnik im Fachbereich Heizung und Sanitär in Güstrow tätig.
Renz ist Mitglied der CDU. Er gehört der Stadtvertretung in Güstrow seit 1999 an und ist dort Fraktionsvorsitzender der CDU. Ab 1999 war er zudem Mitglied des Güstrower Kreistages und gehört seit 2011 in dessen Nachfolge dem Kreistag des Landkreises Rostock an.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2002 zog Renz erstmals in den Landtag ein. Eine Wiederwahl 2006 gelang zunächst nicht, da für die CDU nur zwei Abgeordnete über die Landesliste gewählt wurden. Zwischen 2007 und 2009 war Renz Referent im Wirtschaftsministerium von Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem Werner Kuhn sein Landtagsmandat infolge seiner Wahl in das Europäische Parlament aufgegeben hatte, rückte Renz am 17. Juli 2009 in den Landtag nach. Er war dort innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2011 wurde er über die Landesliste wiedergewählt. Im Oktober 2011 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt. Er war zudem stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie Arbeitsmarktpolitischer Sprecher seiner Fraktion.

Bei der Landtagswahl 2016 zog er über die Landesliste der CDU erneut in den Schweriner Landtag ein. Im September 2016 wurde er zum Parlamentarischen Geschäftsführer der CDU-Fraktion gewählt. Seit Ende Februar 2020 war er Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Schweriner Landtag. Im Zuge seiner Ernennung zum Landesinnenminister legte er dieses Amt nieder. Nach dem Rücktritt von Lorenz Caffier als Landesinnenminister wurde Renz am 27. November 2020 zu seinem Nachfolger ernannt. Bei einem Dienstgang in Rostock machte er private Einkäufe und verstieß damit gegen die Corona-Landesverordnung, die er selbst miterarbeitet hatte.
Zur Landtagswahl 2021 trat er erneut im Landtagswahlkreis Landkreis Rostock III an, dabei erreichte er mit 5.423 Erststimmen nur das drittbeste Ergebnis. Auf Platz 2 der Landesliste zog er erneut in den Landtag ein. Nach der Wahl und der Bildung des Kabinetts Schwesig II ohne Beteiligung der CDU schied er aus dem Ministeramt aus. Er beteiligte sich stattdessen als ordentliches Mitglied im Bildungsausschuss. Da die CDU bei der Landtagswahl 2026 an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, erhielt Renz kein neues Mandat.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Renz, Torsten |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU) |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1964 |
| GEBURTSORT | Güstrow |