Toy Battle

Toy Battle
Daten zum Spiel
Autor Paolo Mori, Alessandro Zucchini
Grafik Paul Mafayon
Verlag Repos Production, Asmodee u. a.
Erscheinungsjahr 2025
Art Brettspiel, Strategiespiel
Spieler 2
Dauer 10 bis 15 Minuten
Alter ab 8 Jahren
Auszeichnungen

Toy Battle ist ein taktisches Brettspiel für zwei Personen der italienischen Spieleautoren Paolo Mori und Alessandro Zucchini für zwei Spieler. Es erschien 2025 bei Repos Production und wurde von Paul Mafayon illustriert. 2026 wurde es mit dem französischen Spielepreis As d’Or – Jeu de l’Année ausgezeichnet, im gleichen Jahr wurde es von der Jury des Spiel des Jahres auf die Empfehlungsliste aufgenommen.

In dem Spiel setzen die Spieler unterschiedlich starke Spielzeugtruppen auf einem von acht Schlachtfeldern ein und versuchen, das gegnerische Hauptquartier zu erobern oder eine vom jeweiligen Spielplan vorgegebene Anzahl an Orden zu sammeln.

Thema und Ausstattung

In Toy Battle treten zwei Armeen aus Spielzeugfiguren gegeneinander an. Zu den dargestellten Einheiten gehören unter anderem Soldaten, Roboter, Dinosaurier, Skelette und eine als Wikinger gestaltete Ente. Die Schlachten finden auf acht unterschiedlich aufgebauten Spielplänen statt, deren Schauplätze vom Burgland und einem Swimmingpool bis zu einem Gruselfriedhof und einer Raumstation reichen.

Das Spielmaterial besteht aus 48 Truppenplättchen, vier doppelseitigen Spielplänen mit insgesamt acht Schlachtfeldern, 16 Orden-Markern, zwei Plättchenhaltern, zwei Aufbewahrungsboxen und einer Spielhilfe. Die roten und blauen Truppenplättchen unterscheiden sich zusätzlich durch ihre Form und die Symbole auf ihren Rückseiten, um sie auch bei Farbsehschwächen auseinanderhalten zu können.

Spielweise

Zu Beginn einer Partie wählen die Spieler eines der acht Schlachtfelder aus. Jeder Spieler erhält eine Truppenfarbe und das auf seiner Seite des Spielplans angegebene Ordensziel. Die Orden-Marker werden auf die dafür vorgesehenen Gebiete gelegt. Anschließend mischt jeder Spieler die 24 Truppenplättchen seiner Farbe, entfernt vier davon ungesehen aus der Partie und bildet aus den übrigen eine verdeckte Reserve. Der Startspieler beginnt mit drei, sein Gegenüber mit vier offen auf einem Halter stehenden Truppen.

Aktionen pro Spielzug
  • zwei Truppen aus der Reserve ziehen
  • eine Truppe auf dem Schlachtfeld einsetzen

Die Spieler sind abwechselnd am Zug und wählen jeweils eine von zwei Aktionen. Sie können zwei Truppen aus ihrer Reserve ziehen und auf ihren Halter stellen, auf dem höchstens acht Plättchen Platz finden. Alternativ setzen sie eine Truppe vom Halter auf dem Schlachtfeld ein und führen deren Effekt sowie gegebenenfalls den Effekt einer Spezialbasis aus.

Jede Truppenart ist dreimal vorhanden. Die Plättchen besitzen eine Stärke von eins bis sieben oder gelten als Joker. Die meisten Truppen verfügen zusätzlich über einen besonderen Effekt. Eine Truppe darf auf eine leere Basis, eine bereits von einer eigenen Truppe besetzte Basis oder auf eine gegnerische Truppe mit geringerer Stärke gelegt werden. Sie kann außerdem unmittelbar im gegnerischen Hauptquartier eingesetzt werden. Dabei muss der Einsatzort durch einen ununterbrochenen Weg eigener, besetzter Basen mit dem eigenen Hauptquartier verbunden sein.

Wird eine Truppe auf einer besetzten Basis eingesetzt, kommt sie oben auf den dort vorhandenen Stapel. Nur das oberste Plättchen kontrolliert die Basis. Die Zahl der übereinanderliegenden Truppen ist nicht begrenzt. Leere oder vom Gegner kontrollierte Basen unterbrechen die Verbindung zum eigenen Hauptquartier.

Ein Gebiet gilt als kontrolliert, sobald ein Spieler alle Basen besetzt, die es umgeben. Er nimmt daraufhin die dort liegenden Orden an sich und behält sie auch dann, wenn er das Gebiet später wieder verliert. Bereits vergebene Orden können nicht erneut gewonnen werden.

Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler eine eigene Truppe im gegnerischen Hauptquartier einsetzt oder mindestens so viele Orden gesammelt hat, wie sein Ordensziel vorgibt. Kann ein Spieler weder Truppen ziehen noch eine Truppe einsetzen, endet die Partie ebenfalls. In diesem Fall gewinnt der Spieler mit den meisten Orden. Bei Gleichstand verliert derjenige, durch dessen Zug das Spielende ausgelöst wurde.

Veröffentlichung und Rezeption

Toy Battle wurde von den Spieleautoren Paolo Mori und Alessandro Zucchini entwickelt. Die Illustration stammen von Paul Mafayon. Die Entwicklung und Veröffentlichung übernahm der belgische Verlag Repos Production und das Spiel erschien im Mai 2025 auf den Markt. Es erschien im gleichen Jahr auf Französisch, Englisch, Spanisch, Deutsch/Italienisch, Koreanisch, Tschechisch/Slowakisch und Russisch, im Folgejahr zudem auf Serbisch, Ungarisch und Polnisch. Die deutschsprachige Fassung wird von Asmodee Deutschland vertrieben.

Im Februar 2026 gewann Toy Battle den französischen Spielepreis As d’Or – Jeu de l’Année in der Hauptkategorie Familienspiele die Jury des Spiel des Jahres platzierte das Spiel auf ihrer Empfehlungsliste.

In Rezensionen wurde Toy Battle überwiegend positiv aufgenommen. Besonders hervorgehoben wurden die einfachen Regeln, die kurze Spieldauer und die trotz des zugänglichen Ablaufs vorhandenen taktischen Möglichkeiten. Kritiker sahen den Reiz vor allem in der Entscheidung, ob neue Truppen gezogen oder vorhandene Einheiten eingesetzt werden, sowie in den unterschiedlichen Spielplänen und Fähigkeiten der Truppen.

Harald Schrapers bewertete das Spiel mit fünf von sechs möglichen Würfelaugen. Er schrieb, Toy Battle habe „taktisch und strategisch […] erstaunlich viel zu bieten“, während der vorhandene Glücksfaktor dafür sorge, dass es leicht und dynamisch bleibe. Die Partien verlangten keine langfristige Planung und verliefen dadurch schnell und unmittelbar. Eine Rezension bei Sprungbrettle bezeichnete das Spiel als taktisches Zweipersonenspiel mit leicht verständlichen Regeln und einem hohen Aufforderungscharakter für unmittelbar folgende Revanchepartien. Positiv hervorgehoben wurden die wechselnden Schlachtfelder und die Kombination aus Mehrheitenwertung und dem direkten Angriff auf das gegnerische Hauptquartier. Internationale Kritiken lobten ebenfalls die Variabilität der acht Spielpläne und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Truppeneffekte. Als möglicher Nachteil wurde der Einfluss des zufälligen Nachziehens genannt, durch den einzelne Partien unausgeglichen wirken können.

Belege

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 Spielanleitung Toy Battle, Repos / Asmodee 2025.
  2. 1 2 Versionen von Toy Battle. In: BoardGameGeek. Abgerufen am 18. Juli 2026.
  3. ↑ Toy Battle wins the As d’Or 2026. In: Repos Production. Abgerufen am 17. Juli 2026 (englisch).
  4. ↑ Toy Battle. In: Spiel des Jahres. Abgerufen am 18. Juli 2026.
  5. 1 2 Harald Schrapers: Das Zwei-Personen-Spiel: Toy Battle. Rezension auf gamesweplay.de, abgerufen am 17. Juli 2026.
  6. 1 2 Toy Battle (2025) – Schlacht der Spielzeuge. In: Sprungbrettle. Abgerufen am 17. Juli 2026.
  7. ↑ Toy Battle – the toy war is declared. In: Mr Board Games. Abgerufen am 17. Juli 2026 (englisch).