
Tracy K. Smith (* 16. April 1972 in Falmouth, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Poetin. Sie war die 22. Poet Laureate der Vereinigten Staaten und hat 2012 für ihre Gedichtsammlung Life on Mars den Pulitzer-Preis für Dichtung erhalten.
Smith verfasste – inspiriert durch die Lektüre von Mark Twain und Emily Dickinson – schon als Schülerin Gedichte. Nach ihrem Schulabschluss erwarb sie 1994 an der Harvard University einen Bachelorabschluss und war in dieser Zeit Mitglied des Dark Room Collective. 1997 erwarb sie den Grad des Master of Fine Arts an der Columbia University und war anschließend Stegner Fellow für Lyrik an der Stanford University. In der Folge lehrte sie unter anderem am Medgar Evers College der City University of New York, an der University of Pittsburgh und an der Columbia University. 2003 veröffentlichte sie mit The Body’s Question ihren ersten Gedichtsammelband, ein Jahr später folgte das Einzelgedicht Duende, welches später in den 2007 veröffentlichten gleichnamigen Sammelband aufgenommen wurde.
Im Jahr 2006 schloss sich Smith der Princeton University an, wo sie zur Roger S. Berlind '52 Professorin für Geisteswissenschaften ernannt wurde. 2011 erschien ihr Gedichtsammelband Life on Mars, für den sie im folgenden Jahr mit dem Pulitzer-Preis für Dichtung ausgezeichnet wurde. Das Werk ist eine Hommage an ihren Vater, der am Hubble-Weltraumteleskop mitgearbeitet hatte. Insbesondere das hierin enthaltene Gedicht My god, it's full of stars wurde besonders gelobt, da es „Bilder aus Wissenschaft und Science-Fiction verwendet, um menschliche Sehnsucht und Trauer auszudrücken, während sich die Sprecherin erlaubt, sich das Universum vorzustellen“. 2015 veröffentlichte sie ihren ersten Prosa-Roman mit dem Titel Ordinary Light: A Memoir, in dem es um Rasse, Glauben und den Beginn ihrer dichterischen Laufbahn geht und der 2015 Finalist für den National Book Award for Nonfiction war. 2016 war Smith selbst Jurorin beim Griffin Poetry Prize. Von 2017 bis 2019 war sie die 22. Poet Laureate der Vereinigten Staaten.
2018 erschien mit Wade in the Water ihr vierter Gedichtsammelband. Im selben Jahr übernahm sie die Moderation der ersten beiden Staffeln der Radiosendung The Slowdown über amerikanische Poesie. Nachdem im Jahr 2021 ihr fünfter Gedichtband unter dem Titel Such Color: New and Selected Poems erschienen war, wechselte sie von Princeton an die Fakultät für Anglistik sowie für Afrikanistik und Afroamerikanistik an der Harvard University, wo ihr der Susan S. und Kenneth L. Wallach-Lehrstuhl am Harvard Radcliffe Institute übertragen wurde. 2022 feierte die Oper Castor and Patience von Gregory Spears, zu der Smith das Libretto geschrieben hatte, an der Cincinnati Opera Premiere. Smith wurde 2024 zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt. 2025 wechselte sie als Nachfolgerin von Jorie Graham auf die Boylston-Professur für Rhetorik und Redekunst. Im selben Jahr erschien ihr sechster Gedichtband unter dem Titel Fear Less: Poetry in Perilous Times.
Smith wird ihren einzelnen Werken übergeordnet dafür gelobt, immer wieder das Spannungsfeld zwischen Identität und Sexualität zu beleuchten. So schreibt beispielsweise Hilton Als von The New Yorker: „Ein Teil des wunderbaren Kampfes in Smiths Lyrik dreht sich darum, wie sie ihre zwei Identitäten verstehen und akzeptieren kann: das schwarze Mädchen, das zu einer höflichen Christin erzogen wurde, und die Frau, die bereit ist, sich ungezügelten Empfindungen und Begierden hinzugeben.“

Smith ist verheiratet und Mutter von drei Kindern und lebt in Massachusetts.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Smith, Tracy K. |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Poetin |
| GEBURTSDATUM | 16. April 1972 |
| GEBURTSORT | Falmouth, Massachusetts |