Tradl liegt 800 Meter südlich von Gschwand, 6,5 Kilometer westlich von Furth im Wald an der Staatsstraße2154.
Geschichte
In seiner Monografie über den SchulsprengelGleißenberg aus dem Jahr 1845 schrieb der Schullehrer Johann Nepomuk Sturm, dass die Einöde Tradl im Jahr 1798 auf der Hutweide von Gschwand erbaut wurde. 1808 wurde in Tradl ein Anwesen mit öden Gründen aufgeführt. In einer Pfarreibeschreibung aus dem Jahr 1861 wurde Tradl mit einem Haus und 5 Einwohnern erwähnt.
1808 wurde die Verordnung über das allgemeine Steuerprovisorium erlassen. Mit ihr wurde das Steuerwesen in Bayern neu geordnet und es wurden Steuerdistrikte gebildet. Dabei kam Tradl zum Steuerdistrikt Gleißenberg. Der Steuerdistrikt Gleißenberg bestand aus den Dörfern Gleißenberg, Gschwand, Lixenried, den Weilern Bogen und Koestelhütten (= Kesselhütte) und den Einöden Tradl und Berghof.
1820 wurden im Landgericht Waldmünchen Ruralgemeinden gebildet. Dabei kam Tradl zur Ruralgemeinde Gschwand. Zur Ruralgemeinde Gschwand gehörte neben Gschwand mit 17 Familien die Einöde Tradl mit 1 Familie.
1830 wurde die Gemeinde Gschwand aufgelöst und in die Gemeinde Lixenried eingegliedert. Diese Eingliederung wurde von den Bürgern von Lixenried abgelehnt und bis 1851 wurde darüber gestritten. 1972 wurde die Gemeinde Lixenried mit ihren Gemeindeteilen Bogen, Gschwand und Tradl in die Stadt Furth im Wald eingemeindet.
Tradl gehört zur Pfarrei Gleißenberg, Dekanat Cham. 1997 hatte Tradl 7 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1820
1820–1913
Jahr
Einwohner
Gebäude
1820
1 Familie
k.A.
1838
7
1
1861
5
k.A.
1871
6
3
1885
10
2
1900
9
1
1913
6
1
1925–2011
Jahr
Einwohner
Gebäude
1925
9
1
1950
5
1
1961
7
1
1970
7
k.A.
1987
8
1
2011
6
k.A.
Literatur
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3
12Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 29. Mai 2022.
12Tradl bei Bayernatlas. Abgerufen am 6. Februar 2023.
12Tradl in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 26.Januar 2023.
↑
Josef Kraus: Gleißenberg – Ein Heimatbuch, Oberviechtach, 1973, S. 293
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 121
↑
Josef Kraus: Gleißenberg – Ein Heimatbuch, Oberviechtach, 1973, S. 324
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 172
12
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 177
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 184
↑
Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 205
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 202
↑
Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S.367 (Digitalisat).