| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 9′ N, 12° 39′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Cham | |
| Höhe: | 416 m ü. NHN | |
| Fläche: | 45,4 km² | |
| Einwohner: | 4229 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 93 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 93455 | |
| Vorwahlen: | 09974, 09971 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CHA, KÖZ, ROD, WÜM | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 72 164 | |
| Gemeindegliederung: | 68 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstr. 1 93455 Traitsching | |
| Website: | www.traitsching.de | |
| Erster Bürgermeister: | Markus Sölch (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Traitsching im Landkreis Cham | ||
Traitsching ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Cham.


Traitsching liegt in der Planungsregion 11 (Regensburg) im südlichen Landkreis Cham.
Es gibt 68 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es bestehen die Gemarkungen Atzenzell, Birnbrunn, Loifling, Obergoßzell, Sattelbogen, Sattelpeilnstein und Traitsching.
Im Jahr 1376 wird ze Draichsing erstmals urkundlich erwähnt.
Traitsching gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Cham des Kurfürstentums Bayern. Ein großer Teil des heutigen Gemeindegebietes war ein Teil der Grundherrschaft Loifling und stand u. a. unter der Verwaltung der Poißl von Loifling. Nach dem Frieden von Preßburg gehörte Traitsching ab 1806 zum Königreich Bayern und ab 1871 zum Deutschen Reich. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1939–1945) wurden die Bewohner mit dem Freistaat Bayern Teil der Bundesrepublik Deutschland.
Auch im Landgericht Cham wurden infolge des Gemeindeedikts 1818 Gemeinden gebildet. Allerdings entstand die Gemeinde Traitsching erst 1821 bei einer Überprüfung durch Abtrennung aus der Gemeinde Thierling.
Auf Traitschinger Gemarkung, etwa 700 Meter südöstlich der Ortsmitte, befindet sich der Burgstall Schanzenberg auf dem Schanzenberg, heute ein sagenumwobenes Bodendenkmal, eine abgegangene Burganlage des Frühmittelalters aus dem 9. oder 10. Jahrhundert.
Im Jahr 1946 wurde Loifling in die Gemeinde eingegliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 Sattelbogen (mit den 1946 eingemeindeten Orten Atzenzell und Obergoßzell) und Sattelpeilnstein (mit der 1946 eingemeindeten Ort Birnbrunn) eingegliedert.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3688 auf 4189 um 501 Einwohner bzw. um 13,6 %.
Nach der Kommunalwahl 2026 setzt sich der 16-köpfige Gemeinderat aus neun Mitgliedern der CSU und sieben Mitgliedern der Freien Wähler zusammen. Gegenüber der vorherigen Sitzverteilung, bei der elf Sitze auf die CSU und fünf auf die Freien Wähler entfielen, verlor die CSU zwei Sitze, während die Freien Wähler zwei Sitze hinzugewinnen konnten.
Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2026 Markus Sölch (CSU). Bei der Kommunalwahl 2026 wurde er mit 54,2 % der Stimmen gegen seinen Herausforderer Bernd Bamberger (Freie Wähler) gewählt und folgte damit auf den langjährigen Bürgermeister Josef Marchl (CSU).
Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 3.074.000 Euro, davon waren 938.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 1.773.000 Euro Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.
Die Gemeinde pflegt partnerschaftliche Beziehungen zu:
| Blasonierung: „In Blau ein silbernes Hirschgeweih, dazwischen schwebend ein goldener Heidenrumpf.“ | |
| Wappenbegründung: Ein Teil der heutigen Gemeinde Traitsching gehörte vor 1848 zur Grundherrschaft Loifling. Das Wappen von Traitsching zeigt Wappenbilder aus den Stammwappen zweier für die Geschichte der Grundherrschaft bedeutenden Adelsgeschlechter. Der bärtige Männerkopf mit der spitzen Mütze, ein sogenannter Heidenkopf (Heraldik) oder Heidenrumpf, steht für das fränkische Rittergeschlecht der Stettner, auch ansässig am Grabenhof in Neuburg an der Donau, Kanton Altmühl und Odenwald; das Hirschgeweih für die vom 15. bis in das 19. Jahrhundert als Inhaber der Hofmark Loifling nachweisbaren Familie Poißl. (Oberpfälzer Wappenbuch. Öffentliche Wappen der Oberpfalz, Regensburg 1991, Seite 64 f.) Die Leonhard-Stettner-Schule Wilting in Traitsching erhielt ihren Namen in Erinnerung an das Rittergeschlecht der Stettner, vermutlich ist ein Dechant Leonhard in Cham (Oberpfalz) der Namensgeber.
Das Wappen ist seit 1970 in Gebrauch (Beschluss des Gemeinderates in Traitsching und Zustimmung des bayerischen Staatsministeriums des Innern in München vom 4. April 1970). |
Die Theatergruppe Wilting ist eine der beliebtesten Laienspielbühnen des Landkreises Cham. Von Pfarrer Otto Böhm 1977 wieder zum Leben erweckt, werden jedes Jahr um Ostern hauptsächlich bayerische Volksstücke, aber neuzeitliche Inszenierungen, wie z. B. Stücke des Mundartdichters Toni Lauerer aufgeführt.
2017 gab es in der Gemeinde 462 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1781 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 1319 Personen größer als die der Einpendler. 55 Einwohner waren arbeitslos.
2016 gab es 68 landwirtschaftliche Betriebe; von der Gemeindefläche waren 2.140 Hektar landwirtschaftlich genutzt und die Waldfläche betrug 1.570 Hektar.
Die Bundesstraße 20 führt östlich unmittelbar am Hauptort vorbei. Bahnanschluss besteht in der etwa 9 km entfernt Kreisstadt Cham.
Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):