

Der Trans-Gambia Highway ist eine wichtige Fernstraße im westafrikanischen Staat Gambia. Er verbindet als Transitstrecke zwischen den beiden Grenzen zwischen Gambia und Senegal den Nord- und den Südast der Nationalstraße N 4 des Nachbarlandes Senegal miteinander. Dieser Lückenschluss ist wirtschaftlich sehr bedeutensam, denn der Straßenverlauf verbindet so als Transgambienne die südseneglesische Casamance auf kürzest möglichem Weg mit dem Rest des Landes.
Das Staatsgebiet von Gambia, oft als Enklave in Senegal bezeichnet, ist schmal und langgestreckt. Gambia trennt die tropische Region Casamance vom übrigen Senegal ab. Der Trans-Gambia Highway (13° 30′ 59″ N, 15° 34′ 15″ W) bietet als Transgambienne die kürzeste Straßenverbindung von den Städten Ziguinchor und Bignona in der Casamance Richtung Norden über Nioro du Rip nach Kaolack. In Senegal wird die Straße mit „N 4“ bezeichnet. Auf einer Länge von 25,4 km durchquert die Fernstraße den Staat Gambia und den an dieser Stelle ungefähr 700 Meter breiten Gambia-Fluss.

Der Trans-Gambia Highway beginnt ungefähr zwei Kilometer nördlich von Farafenni, der größten Stadt in der North Bank Region am nördlichen Grenzübergang zu Senegal. In Farafenni kreuzt er die North Bank Road, die wichtigste Fernstraße in West-Ost-Richtung auf dem nördlichen Ufer des Gambia-Flusses. Vier Kilometer hinter Farafenni beginnt eine ungefähr fünf Kilometer breite Zone mit Mangroven, die hier beidseitig den Fluss säumen. Die Verbindung zum anderen Flussufer stellte die Fährverbindung Bamba Tenda–Yeli Tenda her, bis 2019 die Senegambia Bridge dem Verkehr übergeben werden konnte. Seitdem ist die zweitwichtigste Fährverbindung Gambias nach der Fährverbindung Banjul–Barra Geschichte.
Die Benutzung der Senegambia Bridge ist mautpflichtig. Auf dem Nordufer wird die Maut am Bereto Toll Plaza erhoben, und auf dem Südufer am Jenoi Toll point. Beide Mautstationen sind 6000 Meter voneinander entfernt und umschließen die unbewohnte Mangrovenzone beiderseits des Flusses. Seit Fertigstellung der Brücke zeigt die ganze Länge der Transitstrecke von Grenze zu Grenze aus der Satellitenperspektive eine Asphaltdecke. Die Verbesserung des Straßenbelags war Teil von Phase II des Brückenbaus und sollte von September 2020 an innerhalb von eineinhalb Jahren abgewickelt sein.
Am südlichen Ufer des Flusses liegt die Stadt Soma, die größte Stadt der Lower River Region. Noch vor Soma liegt Mansa Konko, die Provinzhauptstadt der Lower River Region. In Soma kreuzt der Trans-Gambia Highway die South Bank Road, Gambias wichtigste Fernstraße in West-Ost-Richtung auf dem südlichen Ufer des Gambia-Flusses. Ungefähr sieben Kilometer südlich von Soma liegt der südliche Grenzübergang zu Senegal.