| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 51° 34′ N, 9° 25′ O | |
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Kassel | |
| Höhe: | 120 m ü. NHN | |
| Fläche: | 69,37 km² | |
| Einwohner: | 4705 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 68 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 34388 | |
| Vorwahlen: | 05675, 05671 (Eberschütz) | |
| Kfz-Kennzeichen: | KS, HOG, WOH | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 33 025 | |
| Stadtgliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 1 34388 Trendelburg | |
| Website: | www.trendelburg.de | |
| Bürgermeister: | Manuel Zeich | |
| Lage der Stadt Trendelburg im Landkreis Kassel | ||
Trendelburg ist eine Kleinstadt im nordhessischen Landkreis Kassel.
Trendelburg liegt zwischen den Städten Hofgeismar im Süden und Bad Karlshafen im Norden. Es wird vom Weser-Nebenfluss Diemel durchflossen und befindet sich direkt westlich des Reinhardswalds.
Trendelburg grenzt im Norden an die Städte Beverungen (im nordrhein-westfälischen Kreis Höxter) und Bad Karlshafen, im Osten an das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald, im Süden an die Stadt Hofgeismar und die Gemeinde Liebenau (alle vier im Landkreis Kassel) sowie im Westen an die Stadt Borgentreich (im Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen).
Trendelburg besteht aus den Ortsteilen: (in Klammern Einwohnerzahlen Stand 30. Juni 2023)
Insgesamt 4.820 Einwohner am 30. Juni 2023
Das Dorf Gottsbüren ist durch ein schmales Stück des Waldgebietes Gutsbezirk Reinhardswald vom restlichen Gemeindegebiet abgetrennt.


Die Burg Trendelburg entstand im 13. Jahrhundert (Abschrift aus „Liber vitae“, Kloster Corvey, im Staatsarchiv Münster) im Grenzgebiet am Fluss Diemel – hier befand sich eine Furt, an der sich wichtige Handelswege kreuzten – zwischen den Bistümern Paderborn, Mainz und der aufstrebenden Landgrafschaft Hessen. Erbauer war Konrad III. von Schöneberg (1249–1311). Der Gerichtsort wurde an die Linde vor der Burg gelegt. Durch den Halsgraben getrennt, entstand vor der Burg auf dem Bergrücken eine kleine Siedlung, die zwei Tore hatte und von einer Stadtmauer umschlossen war. Ältere im Tal liegende Dörfer (Trende, Sulten, Exen) wurden nach und nach aufgegeben und zugunsten des befestigten Trendelburgs verlassen.
Eine Urkunde (copiam 1303; im Staatsarchiv Würzburg) hält fest, dass Konrad die Unterstützung des Erzbistums Mainz suchte. Kurz darauf wurde seine Burg Schöneberg von Truppen des Hochstifts Paderborn erstürmt. Ab 1306 gehörte Trendelburg jeweils hälftig zum Hochstift Paderborn und zur Landgrafschaft Hessen. Ein gemeinsam gewählter Amtmann mit Sitz auf der Burg Trendelburg vertrat ab sofort beide Parteien bis ins 15. Jahrhundert.
In den Jahren 1443 und 1456 wurden Burg und Stadt durch Brände verwüstet und danach wieder aufgebaut. Der hessische Landgraf Ludwig II. nahm 1464, während der Hessen-Paderbornischen Fehde (1464–1471) die gegnerische Hälfte der Burg in Besitz und gab Trendelburg Stadtrechte. Nach einem Friedensvertrag blieb Trendelburg hessisches Territorium.
Im Dreißigjährigen Krieg lagerten die Truppen Tillys in Trendelburg und dem Umland. Bei Kampfhandlungen zerstörten sie 51 von 112 Häusern. Die Pest wütete und 50 % der Bevölkerung kam um. 1676 vergrößerte Landgraf Karl die Burg und baute sie zum Jagdschloss um. Das Rittergut „Zur Abgunst“ entstand 1703, nachdem der Burgsitz der Familie von Stockhausen im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden war.
1700–1730 wurde der Landgraf-Carl-Kanal mit einer Schleuse in Trendelburg errichtet. Im Siebenjährigen Krieg fanden heftige Gefechte zwischen französischen und braunschweigischen Truppen statt. Die Burg wurde von der gegenüberliegenden Anhöhe (Bünge) in Brand geschossen, und die französischen Verteidiger mussten aufgeben.
Seit dem 19. Jahrhundert, nach Auflösung der Ämter und des Gefängnisses, war ein preußisches Forstamt in der Burganlage untergebracht. 1848 wurde die Carlsbahn mit dem Bahnhof in Trendelburg sowie dem noch heute existierenden Deiseler Tunnel eröffnet. Bis 1986 bestand Bahnverkehr bis Trendelburg. 1901 erwarb mit Adalbert von Stockhausen die Familie von Stockhausen die Burg und baute sie zum Wohnsitz aus. 1949 richtete Hans-Ludwig von Stockhausen einen Hotel- und Restaurantbetrieb ein.
Am 31. Dezember 1970 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Stadt Trendelburg und sieben bis dahin selbstständigen Gemeinden (Deisel, Friedrichsfeld, Eberschütz, Gottsbüren, Langenthal, Sielen und Stammen) auf freiwilliger Basis zur erweiterten Stadt Trendelburg. Sie bilden die heutigen Stadtteile. Die Stadtverwaltung befindet sich in der Kernstadt Trendelburg.
Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Trendelburg erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:
| Stadtverordnetenversammlung – Kommunalwahlen 2026 | |
|---|---|
| Wahlvorschläge | % 2026 |
Sitze 2026 |
% 2021 |
Sitze 2021 |
% 2016 |
Sitze 2016 |
% 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Trendelburg | 46,0 | 11 | 46,9 | 11 | 36,2 | 11 | 29,6 | 9 | 24,6 | 8 | 22,3 | 7 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 30,8 | 7 | 34,4 | 8 | 40,1 | 13 | 47,3 | 15 | 52,7 | 16 | 46,0 | 14 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 23,1 | 5 | 18,7 | 4 | 23,7 | 7 | 23,1 | 7 | 22,7 | 7 | 28,3 | 9 | |
| Unabhängige | Unabhängige Demokraten | – | – | – | – | – | – | – | – | – | – | 3,4 | 1 | |
| Gesamt | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 63,2 | 59,4 | 57,4 | 56,3 | 54,9 | 63,7 | ||||||||
Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Trendelburg neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und sieben weitere Stadträte angehören. Bürgermeister ist seit dem 1. April 2024 der parteiunabhängige Manuel Zeich, der bis dahin Hauptamtsleiter der Stadtverwaltung war. Er wurde als Nachfolger von Martin Lange, der nach einer Amtszeit nicht wieder kandidiert hatte, am 3. Dezember 2023 im ersten Wahlgang bei 59,04 Prozent Wahlbeteiligung mit 62,50 Prozent der Stimmen gewählt.
| Blasonierung: „Auf rotem Grund eine dreitürmige silberne Burg mit blauen Dächern, im Torbogen die golden gekrönte und blaugewandete Maria mit dem Kind.“ | |
| Wappenbegründung: Der mittlere Turm hat ein geschwungenes Dach in Anklang an den Kirchturm. Maria war Namensgeberin der Trendelburger Kirche. Einzelne Elemente des historischen Wappens sind eine Stadtmauer mit Zinnen sowie drei spitze Türme. Der mittlere überragt die beiden flankierenden. In der Stadtmauer sind ein geschwungenes Tor sowie Maria und das Jesuskind dargestellt. Darstellungen des Stadtwappens sind auf Stichen mit Ansichten Trendelburgs von unter anderem 1605, 1627 und 1646 abgebildet.
Das Wappen wurde von dem Bad Nauheimer Heraldiker Heinz Ritt gestaltet und am 21. Dezember 1976 durch das Hessische Ministerium des Innern genehmigt. |
Die Stadt Trendelburg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu





Trendelburg ist mit der Märchenfigur Rapunzel Teil der Deutschen Märchenstraße.
Durch Trendelburg verläuft die Bundesstraße 83 Höxter–Kassel.
Trendelburg liegt im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes. Eine Buslinie des Regionalverkehrs Kurhessen folgt in etwa dem Verlauf der stillgelegten Carlsbahn und verbindet Trendelburg mit Hofgeismar an der Bahnstrecke Kassel–Warburg sowie mit Bad Karlshafen an der Bahnstrecke Ottbergen–Northeim. Über die reinen Eisenbahn-Verbindungen hinaus besteht dabei an den Bahnhöfen Hofgeismar und Hofgeismar-Hümme auch Anschluss an das Regionalstadtbahn-Liniennetz der RegioTram Kassel. Es gibt Pläne, die RT1 bis Trendelburg zu verlängern, des Weiteren wird diese Strecke aktuell mit den Buslinien 143 von Hümme aus und von der 180 zwischen Hofgeismar und Bad Karlshafen bedient.
Hofgeismar ist eine Station am Hessischen Radfernweg R4.
2020 hat die Servicestelle Regionalentwicklung des Landkreises bei zwei Vorhaben (Übernahme einer Metallbaufirma sowie Sanierung des Freibades) Unterstützung für die Freigabe von etwa 750.000 Euro an Fördermitteln angekündigt.
In Trendelburg geborene bzw. mit Trendelburg eng verbundene Personen