Trieben

Stadtgemeinde
Trieben
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Trieben
Trieben (Österreich)
Trieben (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: LI
Fläche: 45,52 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 14° 29′ OKoordinaten: 47° 29′ 11″ N, 14° 29′ 8″ O
Höhe: 708 m ü. A.
Einwohner: 3.352 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 74 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8784
Vorwahl: 03615
Gemeindekennziffer: 6 12 47
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Triebener Bundesstraße 10
8784 Trieben
Website: www.trieben.net
Politik
Bürgermeister: Klaus-Emmerich Herzmaier (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2020)
(21 Mitglieder)
13
3
2
2
1
13 3 2 2 1 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Trieben im Bezirk Liezen
Übersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk LiezenAich (Expositur Gröbming)Gröbming (Expositur Gröbming)Haus (Expositur Gröbming)Michaelerberg-Pruggern (Expositur Gröbming)Mitterberg-Sankt Martin (Expositur Gröbming)Öblarn (Expositur Gröbming)Ramsau am Dachstein (Expositur Gröbming)Schladming (Expositur Gröbming)Sölk (Expositur Gröbming)AdmontAigen im EnnstalAltausseeAltenmarkt bei Sankt GallenArdningBad AusseeBad MitterndorfGaishorn am SeeGrundlseeIrdning-DonnersbachtalLandlLassingLiezenRottenmannSankt Gallen (Steiermark)SelzthalStainach-PürggTriebenWildalpenWörschachSteiermark
Übersichtskarte der Gemeinden im gesamten Bezirk Liezen
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Rathaus
Rathaus
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Trieben ist eine österreichische Stadt im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Liezen in der Steiermark. Sie hat 3352 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026).

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind der Tourismus mit Hohentauern und die Magnesitverarbeitung. Die Bezeichnung Trieben stammt vom slawischen trebiti (roden).

Geographie

Blick auf Trieben, hinten Dietmannsdorf und Sonnseiten (Südansicht vom Triebenstein)

Die Stadtgemeinde Trieben hat eine Gesamtfläche von 45,537 Quadratkilometern.

Trieben liegt an der Scheide zwischen Rottenmanner Tauern und Seckauer Tauern.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

  • Dietmannsdorf bei Trieben (476) samt Obersonnberg und Untersonnberg
  • Sankt Lorenzen im Paltental (295) samt Lorenzergraben
  • Schwarzenbach (184) samt Sportplatzsiedlung-Nord
  • Trieben (2397)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Dietmannsdorf, St. Lorenzen, Schwarzenbach und Trieben.

Nachbargemeinden

Trieben grenzt an die Gemeinden Gaishorn am See, Hohentauern (Bezirk Murtal), Rottenmann und Admont.

Geschichte

Das früheste Schriftzeugnis ist von 1130–35 und ist ident mit der heutigen Schreibung. Der Name geht auf slawisch trebiti (roden) zurück.

Im November 2008 wurde bekannt, dass in der Gemeinde Trieben Abgaben nicht eingehoben, Rechnungsabschlüsse manipuliert und Darlehen doppelt ausgezahlt wurden. Es entstand über die Jahre ein Schuldenstand von 30 Millionen Euro. Das ist statistisch gesehen mehr als das doppelte Pro-Kopf-Verschulden als in der Landeshauptstadt Graz. Folglich wurde der Gemeinderat aufgelöst und ein Kommissär zur Erstellung eines Sanierungskonzeptes geschickt. Das Land gewährte überdies ein zinsloses Darlehen. Am 4. Oktober 2009 wurde ein neuer Gemeinderat gewählt.

Bevölkerungsentwicklung

Trieben: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.194
1880
  
1.387
1890
  
1.469
1900
  
1.669
1910
  
1.967
1923
  
2.052
1934
  
2.438
1939
  
2.397
1951
  
2.926
1961
  
4.023
1971
  
4.639
1981
  
4.467
1991
  
4.026
2001
  
3.808
2011
  
3.428
2021
  
3.357
2026
  
3.352
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Religionen

Im Jahr 1955 wurde aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerung die Stadtpfarre zum hl. Andreas gegründet und Trieben von der ursprünglichen Pfarre Sankt Lorenzen im Paltental abgetrennt. Die „neue Andreaskirche“ wurde am 1. September 1963 geweiht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Sicherheit

Landesfeuerwehrtag in Trieben

Es bestehen Freiwillige Feuerwehren in Trieben, Sankt Lorenzen und Dietmannsdorf. Die Firma RHI unterhielt eine Betriebsfeuerwehr, die im Einsatzfall auch ins Gemeindegebiet ausrückte.

Bildung

Das denkmalgeschützte Gebäude der Volksschule
  • Privatkindergarten
  • öffentlicher Kindergarten
  • Volksschule
  • Mittelschule
  • Höhere Technische Lehranstalt (Außenstelle der HTL Zeltweg und HTL Kapfenberg)
  • Öffentliche Bücherei Dietmannsdorf

Sport

Der ARBÖ ist mit einem Radsportclub vertreten. Weitere Vereine decken unter anderem die Sportarten Sportschießen, Stockschießen, Dart, Billard, Enducross und Fußball ab. Die Union ist mit dem Sportfliegerclub Trieben vertreten, der den Flugplatz Trieben betreibt.

Durch Trieben führt der Eisenwurzenweg, ein österreichischer Weitwanderweg.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1960–1987 Hans Grassegger (SPÖ)
  • 1987–1997 Gerhard Schweiger (SPÖ)
  • 1997–2007 Friedrich Weissenbacher (SPÖ)
  • 2007–2008 Harald Stangl (SPÖ)
  • 2008–2009 Regierungskommissär Friedrich Zach
  • 2009–2024 Helmut Schöttl (SPÖ)
  • seit 2024 Klaus-Emmerich Herzmaier (SPÖ)

Wappen

Das Triebener Wappen wurde 1956 verliehen und zeigt im goldenen Schild einen grünen Dreiberg, mit gekreuzten goldenen Berghämmern, Schlegel und Eisen belegt. Darüber ein Radschuh mit Kette und Haken.

Gemeindepartnerschaften

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

  • 1986: Hans Gross (1930–1992), Landeshauptmann-Stellvertreter
  • Benedikt Schlömicher (1930–2005), 66. Abt von Admont
  • Bruno Hubl (1947–2026), 67. Abt von Admont
  • Gebhard Grünfelder (* 1938), ehemaliger Direktor des Stiftsgymnasiums Admont
  • Gerhard Hafner (* 1964), 68. Abt von Admont

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Trieben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ Fritz Frhr. Lochner von Hüttenbach: Zum Namengut des Frühmittelalters in der Steiermark (= Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark. Band 99). Böhlau Verlag, Wien 2008, S. 31 (historischerverein-stmk.at [PDF; 16,9 MB]).
  3. ↑ Finanzchaos: Gemeinderat in Trieben aufgelöst. ORF Steiermark, 18. November 2008, abgerufen am 23. Juni 2025.
  4. ↑ http://pfarrverband-trieben.graz-seckau.at
  5. ↑ Gerald Suessmaier: Das Werk Trieben der RHI AG von 1938 bis 1995. Eine betriebshistorische Analyse. Masterarbeit KF-Univ. Graz, o. D. (Abstract, uni-graz.at).
  6. ↑ Gerhard Pliem: Ende einer Ära: Die letzten 20 Mitarbeiter müssen das RHI-Werk in Trieben verlassen. In: kleinezeitung.at. 27. September 2021, abgerufen am 25. Februar 2024.
  7. ↑ Trieben : 70 Meter hohes Fabriksgebäude gesprengt. In: orf.at. 26. Juli 2025, abgerufen am 27. Juli 2025.
  8. ↑ „Langer Ernst“ ist gefallen: Spektakuläre Sprengung eines steirischen Industriedenkmals. In: derstandard.at. Abgerufen am 18. Oktober 2025.
  9. ↑ 10 Jahre RC ARBÖ Trieben. In: blo24.at. Abgerufen am 8. März 2021.
  10. ↑ Sportvereine. In: trieben.net. Stadtgemeinde Trieben, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2021; abgerufen am 8. März 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. ↑ Herbe Verluste, doch SPÖ bleibt Nummer 1. Kleine Zeitung, 4. Oktober 2009, archiviert vom Original am 30. Dezember 2009.
  12. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Trieben. Land Steiermark, 28. Juni 2020, abgerufen am 25. Juli 2020.
  13. ↑ Bürgermeister der Stadt Trieben
  14. ↑ Bürgermeister und Gemeinderat
  15. 1 2 Über Trieben. Stadtgemeinde Trieben, abgerufen am 25. Oktober 2021 (deutsch).