Trienzbach

Trienzbach
Trienzbach zwischen Dallau und Sattelbach

Trienzbach zwischen Dallau und Sattelbach

Daten
Gewässerkennzahl DE: 238924
Lage Sandstein-Odenwald

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Quelle östlich von Unterscheidental
49° 30′ 25″ N, 9° 10′ 55″ O
Quellhöhe ca. 490 m ü. NN
Mündung zwischen Dallau und Neckarburken von rechts in die ElzKoordinaten: 49° 22′ 45″ N, 9° 10′ 49″ O
49° 22′ 45″ N, 9° 10′ 49″ O
Mündungshöhe ca. 172 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 318 m
Sohlgefälle ca. 17 ‰
Länge 19,1 km
Einzugsgebiet 32,508 km²
Abfluss am Pegel (Mündung)
AEo: 32,5 km²
an der Mündung
MQ
Mq
1,121 m³/s
34,5 l/(s km²)

Der Trienzbach ist ein rechter Nebenfluss der Elz im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg mit einer Länge von etwa 19 km.

Name

Das Gewässer wurde erstmals 1416 („die wasser Ellentz und Drintze“) schriftlich erwähnt. Die Siedlung Trienz erscheint schon 1395 („Tryncze“) in den schriftlichen Aufzeichnungen.

Der Name des römischen Kastells bei Trienz wurde vermutlich auf den Fluss übertragen. Die genaue Bedeutung ist unklar. Diskutiert wird eine Herleitung vom romanischen Ortsnamen *Triente (hieraus auch der Ortsname Trient), lateinisch triens, trientis „Drittel“ oder der Name könnte aus dem Keltischen stammen.

Geographie

Verlauf

Der Trienzbach entspringt in einem Waldgebiet etwa einen Kilometer östlich von Unterscheidental auf rund 490 m ü. NHN. Von dort verläuft er zunächst in südlicher Richtung und bildet nach etwa 1,5 Fließkilometern auf einer Strecke von rund einem halben Kilometer die Grenze zwischen den Gemeinden Mudau und Limbach.

Nach etwa vier Kilometern nimmt er von links seinen ersten Zufluss auf, das rund 1,2 Kilometer lange Hirschbächle. Nach weiteren etwa 1,5 Kilometern durch Waldgebiet erreicht der Trienzbach den Campingplatz von Limbach-Krumbach, den er linksseitig passiert. Anschließend unterquert er die Landstraße 584 und nimmt kurz darauf zunächst von links den Sodibach und unmittelbar danach von rechts den Hagenbach auf.

Im weiteren Verlauf bleibt der Bach zunächst im Wald und erreicht schließlich den Ortsteil Trienz der Gemeinde Fahrenbach. Dort kreuzt er die Hauptverkehrsstraße „Römerstraße“, schwenkt anschließend nach Westen und verläuft daraufhin in einer U-förmigen Schleife nach Norden. In diesem Abschnitt erreicht er erneut Waldgebiet, bevor er in mäandrierendem Verlauf wieder nach Süden abbiegt.

Sein weiterer Lauf führt südöstlich an Fahrenbach vorbei. Nachdem er einen Teich im Gewann „Unterer Krähenstegwiesen“ passiert hat, setzt er seinen Weg wieder in südlicher Richtung fort. Das Waldgebiet verlässt der Trienzbach erst etwa einen Kilometer vor seiner Mündung. Diese liegt westlich des Dallauer Industriegebiets im Gewann „Unteres Brühl“, wo er auf etwa 172 m ü. NHN von rechts in die Elz mündet.

Zuflüsse und Seen

Trienzbachsteg bei Balsbach

Hierarchische Liste der Zuflüsse und Seen von der Quelle zur Mündung. Auswahl, in der Regel ohne Mühlkanäle. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Trienzbachs auf etwa 490 m ü. NHN ca. 1,0 km östlich von Unterscheidental in der Flur „Großt“ im Wald.

Mündung des Trienzbachs von rechts zwischen Dallau und Neckarburken auf ca. 172 m ü. NHN in die Elz. Der kleine Fluss ist 19,1 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 32,5 km².

Gemeinden, Orte und Siedlungsplätze

Literatur

Commons: Trienzbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet des Trienzbachs
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)

  1. 1 2 Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).
  2. ↑ Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).
  3. ↑ Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer.
  4. ↑ Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).
  5. ↑ Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.
  6. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.
  7. ↑ Höhe nach schwarzer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.

Andere Belege

  1. ↑ Josef Schmithüsen: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 161 Karlsruhe. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1952. → Online-Karte (PDF; 5,1 MB)
  2. ↑ Nach dem Höhenlinienbild auf der Topographischen Karte 1:25.000.
  3. ↑ Modellierte Werte nach Abfluss-BW Gewässerknoten MQ/MNQ
  4. ↑ Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 545, „Trienzbach“ (Auszug in der Google-Buchsuche).