Über die Ortsverbindungsstraßen sind die Dörfer gut verbunden. Über die Bundesstraße 2 ist der Anschluss über das Territorium hinaus gegeben.
Geschichte
Teilansicht der Kirche
Der Weiler ist aus zwei Gütern entstanden. Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1356. Die kleine Kirche ist gotischen Ursprungs, sie wurde mehrfach umgebaut. 1923 bewirtschaftete das Gut 137ha, was aber nur noch einem Bruchteil seiner einstigen Ausdehnung entsprach. Siehe weiter unten den Auszug aus der Beleihungsurkunde von 1612. Besitzer war einst der Uhlersdorfer Zweig der sächsischen Adelsfamilie Spiegel, bevor es nach deren Absterben die ortsansässige Familie Fleischer übernahm, der es bis 1945 gehörte und es zuletzt durchb Alfred Telle als Pächter führen ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut nach den Vereinbarungen der Alliierten enteignet. Der Boden und das Inventar wurden Umsiedlern und landarmen Bauern übereignet. Nach der Wende in der DDR orientierten sich die Bauern neu.
Rittergut Uhlersdorf
Direkt dem Landesherrn unterstehendes Schriftsässiges Landtagsfähiges Rittergut.
4. Januar 1612
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen belehnt Adam Spiegel in Uhlersdorf mit dem halben Rittergut dortselbst, 5 Teichen und einem "Lichwasser" an der Auma, fünf Bauern in Uhlersdorf, dem halben wüsten Vorwerk samt 30 Scheffel Ackerbau und vier Bauerngüter in Wetzdorf, zwei Bauern in Kleinbocken, dem Kittelmannshammer mit der Ritterwiese und einem Wehr, drei Bauern in Muntscha, dem dritten Teil vom Spiegelholz bei Uhlersdorf, dem halben Teil eines Holzes bei Tischendorf und einer Wiese im Roda. Zeugen: Bernhard von Pöllnitz, Geheimer Rat und Kanzler, Wolf von Lüttichau, Georg Ulrich von Ende, Joachim von Dölau, Jahn von Quingenberg, Sebastian Friedrich von Kötternitzsch, Joachim Ziegeler, Joseph Avenarius, Doktor beider Rechte, u. a. namentlich Genannte. Siegel und Befestigung fehlen
1722
Siegmund Ernst von Spiegel, Rittergut Uhlersdorf, Mitglied des Sächsischen Landtages
20. Januar 1760
Der Pfarrer bezeichnet in einem Traueintrag das Gut als "Fleischrisches Ritterguth".
Offenbar war bereits zu diesem Zeitpunkt der Besitz auf einen Herrn Fleischer übergegangen.
Das ist insofern verwunderlich, als der Stamm der Freiherren Spiegel aus dem Hause Uhlersdorf erst mit dem Ableben des Lebrecht Konrad Karl Freiherr Spiegel am 12. Februar 1805 erlosch.
Seit dem 24. Dezember 1835 lebt der Name Spiegel a. d. H. Uhlersdorf durch in Wien bewilligte Namensvereinigung für Gottlieb Freiherr Henn von Henneberg als Gemahl der Antonia, 1789 geborene Tochter des 1805 verstorbenen Lebrecht Konrad Karl Freiherr Spiegel, mit dem Namen Henneberg-Spiegel fort.
Wappen: Von Schwarz und Rot gespalten, auf der Spaltungslinie ein rot beglockter, von Silber und Schwarz gespaltener Hahn auf grünem Dreiberg. - Zwei gekrönte Helme: I. geharnischter Linkarm, ein Schwert in der Hand an goldenem Griffe haltend. Decken: schwarz-golden; II. drei (die äußern entsprechend geneigt) schwarze Hahnenfedern. Decken: rot-silbern
1885 - Staatshandbuch für das Großherzogtum Sachsen
Uhlersdorf mit zwei vereinigten Rittergütern, 92 Einwohner, 16 Wohnhäuser
Bürgermeister: Viktor Fleischer, Rittergutsbesitzer
Geistlicher: Filial von Forstwolfersdorf
Oberschulaufseher/Lehrer: eingeschult nach Forstwolfersdorf