Ulrich Cartarius

Ulrich Cartarius (* 15. Mai 1940 in Koblenz; † 7. Juli 2008) war ein deutscher Historiker und Archivar.

Leben

Cartarius studierte Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Frankfurt am Main, Würzburg und Darmstadt. Nach einem Stipendium am Deutschen Historischen Institut in Paris wurde er 1978 bei Karl Otmar von Aretin am Fachbereich 2 (Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften) der TH Darmstadt mit der Dissertation Linksradikale Agitation und Propaganda im ersten Weltkrieg und ihr Einfluss auf die Haltung der deutschen Arbeiterschaft zum Dr. phil. promoviert.

Von 1980 bis 1982 war er Archivreferendar am Hauptstaatsarchiv Wiesbaden und besuchte die Archivschule Marburg. Im Anschluss war er für das Auswärtige Amt tätig und arbeitete für die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

1984 wurde Cartarius Referent und 1986 stellvertretender Leiter des Archivs der Sozialen Demokratie (AdsD) in Bonn. In dieser Zeit war er u. a. Gutachter im Innenausschuss des Deutschen Bundestages (1985). Ab 2007 war Cartarius im Universitätsarchiv Frankfurt am Main tätig, wo er unter anderem mit der Verzeichnung des Nachlasses des Physiknobelpreisträgers Max von Laue befasst war.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dieter Dowe: Kurt Klotzbach (1940–1989) / Kuno Bludau (1930–1989). In: Günter Benser, Michael Schneider (Hrsg.): „Bewahren – Verbreiten – Aufklären“. Archivare, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung. Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2009, ISBN 978-3-86872-105-8, S. 156–161, hier: S. 160 (PDF).
Personendaten
NAME Cartarius, Ulrich
KURZBESCHREIBUNG deutscher Historiker und Archivar
GEBURTSDATUM 15. Mai 1940
GEBURTSORT Koblenz
STERBEDATUM 7. Juli 2008