Ulrich Marzolph (* 2. Mai 1953 in Landau in der Pfalz) ist ein deutscher Erzählforscher und Islamwissenschaftler.
Ulrich Marzolph studierte Islamwissenschaft, Sinologie und Romanistik in Köln und Mashhad (Iran). Er wurde 1982 in Köln mit einer Dissertation Typologie des persischen Volksmärchens promoviert, seine Habilitationsschrift (Arabia ridens; Göttingen 1992) wurde mit dem Pitrè-Preis (1993) ausgezeichnet. Nach einer Assistenzprofessur (1982–1986) an der Universität zu Köln war er von 1986 bis 2015 Mitglied der Redaktion der Enzyklopädie des Märchens in Göttingen und von 1996 bis 2018 außerplanmäßiger Professor für Islamwissenschaft an der Georg-August-Universität in Göttingen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die narrative Kultur der Länder des islamischen Orients, insbesondere Irans. Er publizierte unter anderem zu persischen Märchen und Volkserzählungen, zu Witzen in der klassischen und vormodernen arabischen Literatur und zu den türkischen Schwänken des Nasreddin Hodscha. Zu den Erzählungen aus Tausendundeine Nacht erstellte er zusammen mit Richard van Leeuwen das enzyklopädische Handbuch Arabian Nights Encyclopedia. Darüber hinaus forscht er zu illustrierten lithographischen Drucken der Qajarenzeit.
Zusammen mit Rolf Wilhelm Brednich gab Marzolph von 2000 bis 2009 die Zeitschrift Fabula. Zeitschrift für Erzählforschung heraus. Mit Regina Bendix begründete er 2014 die Zeitschrift Narrative Culture.
| Personendaten | |
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| NAME | Marzolph, Ulrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Islamwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 2. Mai 1953 |
| GEBURTSORT | Landau in der Pfalz |