
Ulrich Schoknecht (* 1. Mai 1930 in Schwerin; † 17. November 2023 in Waren (Müritz)) war ein deutscher Prähistoriker und Archäologe.
Nach dem Abitur 1949 am Fridericianum Schwerin durchlief Schoknecht eine Ausbildung zum Lehrer am Institut für Lehrerbildung in Rostock. 1952 trat er eine Stelle an der Auguste-Sprengel-Schule in Waren (Müritz) an.
Schoknecht war Bezirksbodendenkmalpfleger im Bezirk Neubrandenburg und Mitarbeiter der Außenstelle Waren des Museums für Ur- und Frühgeschichte Schwerin.
1980 wurde Schoknecht mit der Dissertation Menzlin. Ein frühgeschichtlicher Handelsplatz an der Peene. an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Dr. phil. promoviert, unter demselben Titel war bereits 1977 eine umfangreiche Abhandlung zum „Alten Lager“ bei Menzlin erschienen.
Er war Mitglied zahlreicher Verbände und Gremien, darunter der Verband der Landesarchäologen, das Deutsche Archäologische Institut, die Archäologische Gesellschaft für Mecklenburg und Vorpommern (die Schoknecht über Jahre leitete). Weiterhin war er Mitherausgeber des Jahrbuchs Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern (1992–2003) und Herausgeber der Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns (1993–2000) sowie der Archäologischen Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern.
Schoknecht erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter:
Ulrich Schoknecht verfasste ab 1956 mehr als 4100 wissenschaftlichen Aufsätzen. Allein für das Jahrbuch Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern (seit Jg. 1990: Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern) stellte er für das Betrachtungsgebiet etwa 3900 Kurze Fundberichte zusammen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schoknecht, Ulrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Prähistoriker und Archäologe |
| GEBURTSDATUM | 1. Mai 1930 |
| GEBURTSORT | Schwerin |
| STERBEDATUM | 17. November 2023 |
| STERBEORT | Waren (Müritz) |