Ulrich Willerding (* 8. Juli 1932 in Querfurt; † 20. Dezember 2021 in Göttingen) war ein deutscher Professor der Botanik an der Georg-August-Universität Göttingen, Oberstudienrat am Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium und einer der führenden Paläo-Ethnobotaniker Deutschlands.
Geboren und aufgewachsen in Querfurt, besuchte Ullrich Willerding von 1942 bis 1949 die Latina der Franckesche Stiftungen in Halle (Saale). Die Familie zog dann nach Leverkusen, wo er an einem Kölner Gymnasium sein Abitur machte. In Göttingen begann er dann 1952 sein Biologie-Studium, wichtige akademische Lehrer waren für ihn die Professoren Franz Firbas, Brunk Meyer und Jürgen Hövermann. Auch Heinz Ellenberg und Bernd Herrmann hatten großen Einfluss auf seine wissenschaftliche Arbeit. Er wurde bei Firbas mit seiner zu einer Dissertation ausgebauten Staatsexamensarbeit Beiträge zur jüngeren Geschichte der Flora und Vegetation der Flußauen. Untersuchungen aus dem Leinetal bei Göttingen 1959 promoviert. Während er hauptamtlich bis 1996 am Theodor Heuss Gymnasium arbeitete und als Oberstudienrat in Pension ging, habilitierte er sich 1986 mit Zur Geschichte der Unkräuter Mitteleuropas. Sein Schriftenverzeichnis weist 189 Publikationen auf.
Seine Sammlung von prähistorischen pflanzlichen Funden lagert als „Sammlung Willerding“ im Albrecht-von-Haller Institut für Pflanzenwissenschaften, Abteilung Palynologie und Klimadynamik. Die Sammlung, die zwischen 1960 und 2010 angelegt wurde, wird in der Forschung weiterhin genutzt.
| Personendaten | |
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| NAME | Willerding, Ulrich |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Paläo-Ethnobotaniker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 8. Juli 1932 |
| GEBURTSORT | Querfurt |
| STERBEDATUM | 20. Dezember 2021 |
| STERBEORT | Göttingen |