Ulrike Gauss (* 5. November 1941 in Tübingen; † 5. April 2021) war eine deutsche Kunsthistorikerin.
Ulrike Gauss studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Historische Hilfswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1968 wurde sie mit der Dissertation Andreas Thamasch (1639–1697). Stiftsbildhauer in Stams und Meister von Kaisheim zum Dr. phil. promoviert. Anschließend arbeitete sie in Museen und begann 1972 ihre wissenschaftliche Laufbahn in der Staatsgalerie Stuttgart.
Ab 1990 war sie als Nachfolgerin von Heinrich Geissler Leiterin der über 400.000 Objekte umfassenden Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart. Sie vergrößerte den Umfang der Sammlung durch den Erwerb neuer Blätter und erweiterte das Sammelspektrum auf fotografische Arbeiten. 2006 wurde sie in den Ruhestand verabschiedet.
Ulrike Gauss war ab 1999 Vorsitzende der Jury des Jerg-Ratgeb-Preises. 2003 wurde sie in den Wissenschaftlichen Beirat des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung der Universität Stuttgart gewählt. 2006 bis 2010 gehörte sie als externes Mitglied dem Hochschulrat der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart an. Gauss starb im April 2021 im Alter von 79 Jahren.
Ulrike Gauss wurde der Titel Professor verliehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gauss, Ulrike |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kunsthistorikerin |
| GEBURTSDATUM | 5. November 1941 |
| GEBURTSORT | Tübingen |
| STERBEDATUM | 5. April 2021 |