Una Dirks

Una Dirks (* 29. April 1961 in Eckernförde, Schleswig-Holstein) ist eine deutsche Sprach- und Erziehungswissenschaftlerin und war Hochschullehrerin.

Karriere

Nach dem High-School-Diplom in Lake Geneva, Wisconsin (USA, 1978) und dem Abitur an der Jungmannschule Eckernförde (1981) studierte Una Dirks an den Universitäten Kiel, Heidelberg, Montpellier und Marburg die Fächer Anglistik, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Sport- und Erziehungswissenschaft. Im Anschluss an das Erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (1987) erhielt sie vom Land Hessen ein Graduiertenstipendium, promovierte 1991 in der Englischen Linguistik (Dr. phil.) und absolvierte ein zweijähriges Studienreferendariat an der Elisabethschule in Marburg; zeitgleich war sie Lehrbeauftragte am Englischen Seminar der Universität Marburg in den Arbeitsbereichen Angewandte Sprachwissenschaft und Englische Didaktik.

Nach dem Zweiten Staatsexamen wurde Dirks 1993 zur Hochschulassistentin (C1), heute Juniorprofessorin, am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle ernannt, wo sie 1998 unter Beteiligung der Universität Magdeburg mit einer Untersuchung zur Professionalisierung von EnglischlehrerInnen in den neuen Bundesländern habilitierte und ihr der Titel Privatdozentin verliehen wurde.

Von 1999 bis 2011 hatte sie die Professur für Angewandte Sprachwissenschaft und Englische Didaktik an der Universität Hildesheim inne.

In den Jahren 2012 und 2013 war sie Gastprofessorin an der Colorado State University, Fort Collins, Colorado (USA) für L2,n Reading Literacy in Higher Education. Es folgten Lehraufträge, unter anderem an der Europa-Universität Flensburg, der Philipps-Universität Marburg und den Universitäten Montpellier III und Paris-Est Créteil (UPEC). Des Weiteren hatte sie Tätigkeiten als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel und der Philipps-Universität Marburg inne.

Forschung

Die Arbeits- und Forschungsschwerpunkte von Una Dirks liegen im Bereich des Forschenden Lernens, der Reflexiven Lehrerbildung und des Kompetenzerwerbs im Bildungsverlauf (Diagnose-, Lese- und Schreibkompetenz) unter Bedingungen von Mehrsprachigkeit. Sie hat im Rahmen von Interventions- und Evaluationsprojekten die Chancen und Hindernisse der Professionalisierung von (zukünftigen) Lehrpersonen und eines strukturierten Lernens von Schülerinnen und Schülern untersucht (vgl. Scaffolding), die Deutsch als Mutter-, Fremd- und Zweitsprache verwenden. Dabei befasst sich Dirks u. a. mit einzelnen Textsorten und -formen, denen eine maßgebliche Rolle bei Schul- und Bildungserfolgen zukommt.

In einem weiteren Arbeits- und Forschungsschwerpunkt widmet sich Dirks transkulturellen medienlinguistischen Analysen, beginnend mit ihrer Dissertation über persuasiv verwendete Konzeptmetaphern und Argumentationsweisen im politischen Sprachgebrauch (1991), an die sie mit einem von der Deutschen Stiftung Friedensforschung geförderten Projekt über die mediale Konstruktion von Kriegsgründen im dritten Irak-Krieg anschließt (u. a. Dirks 2005a,b, 2008, 2010).

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Una Dirks. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 28. April 2022 (begründet von Joseph Kürschner; ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).
  2. ↑ Bildungsgang und Qualifikationen. In: sites.google.com/. Abgerufen am 9. August 2021.
  3. ↑ Andreas Feindt, Andreas Broszio: Forschendes Lernen in der LehrerInnenbildung – Exemplarische Rekonstruktion eines Arbeitsbogens studentischer Forschung. In: Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research. Band 9, Nr. 1, 2008, ISSN 1438-5627 (ssoar.info [abgerufen am 16. Februar 2019]).
  4. ↑ Wilfried Hansmann, Una Dirks, Hendrik Baumbach (Hrsg.): Professionalisierung und Diagnosekompetenz: Kompetenzentwicklung und -förderung im Lehramtsstudium. (Memento vom 16. Februar 2019 im Internet Archive) in: Docplayer (Transkript).
  5. ↑ s. dazu die Habilitationsschrift von Dirks (2000) und daran anschließende Forschungsprojekte, gefördert von der DFG (vgl. Dirks 2003), der VW-Stiftung und dem Hessischen Kultusministerium (vgl. Hansmann, Dirks, Baumbach 2013); Nachweise unter der Archivierten Kopie (Memento vom 20. Januar 2019 im Internet Archive)
  6. ↑ Deutsch lernen, ohne die Muttersprache zu verdrängen - DIV-Arbeitskreis Internationalität tagte im Internat - Steinmühle – Schule & Internat. Abgerufen am 16. Februar 2019.
  7. ↑ Sprachsensible DaF-/ DaZ-/ DaM-Bildungsräume: Sprech- und Textformen lehren und lernen. In: Veranstaltungskatalog. Hessische Lehrkräfteakademie, 23. Juni 2017, abgerufen am 15. Februar 2019.
  8. ↑ vgl. URL: https://bundesstiftung-friedensforschung.de/blog/die-de-konstruktion-von-krieg-in-der-internationalen-meinungsfuehrenden-presse-der-fall-irak-2003/, aufgerufen am 20. Januar 2019
Personendaten
NAME Dirks, Una
KURZBESCHREIBUNG deutsche Sprach- und Erziehungswissenschaftlerin
GEBURTSDATUM 29. April 1961
GEBURTSORT Eckernförde, Schleswig-Holstein