Ungra

Ungra
Galt
Ugra
Ungra (Rumänien)
Ungra (Rumänien)
Basisdaten
Staat: Rumänien Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Brașov
Koordinaten: 45° 59′ N, 25° 16′ OKoordinaten: 45° 59′ 2″ N, 25° 15′ 50″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe:450 m
Fläche:67,38 km²
Einwohner:2.009 (1. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:30 Einwohner je km²
Postleitzahl:507240
Telefonvorwahl:(+40) 02 68
Kfz-Kennzeichen:BV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2024)
Gemeindeart:Gemeinde
Gliederung:Ungra, Dăișoara
Bürgermeister:Silviu-Mircea Șchiopu (PNL)
Postanschrift:Strada Principală, nr. 189
loc. Crizbav, jud. Brașov, RO–507240
Website:

Ungra (veraltet Ugrona; deutsch Galt, siebenbürgisch-sächsisch Gelt oder Goalt, ungarisch Ugra oder Szászugra) ist eine Gemeinde im Kreis Brașov in der Region Siebenbürgen in Rumänien.

Geographische Lage

Lage der Gemeinde Ungra im Kreis Brașov
Viehbrandzeichen von Ungra/Galt
Blick vom Torturm auf die Kirche

Die Gemeinde Ungra liegt im Südosten des Siebenbürgischen Beckens im historischen Repser Ländchen. An der Mündung des Homorods in den Olt (Alt) und an der Kreisstraße (drum județean) DJ 131F (3 km westlich von der E 60) liegt am Fuße des Galter Bergs das langgestreckte Ungra sieben Kilometer südlich von der Kleinstadt Rupea (Reps) entfernt. Die Alt-Au hier bei Ungra ist über drei Kilometer breit. Die Kreishauptstadt Brașov (Kronstadt) befindet sich etwa 60 Kilometer südöstlich von Ungra.

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Rupea, in der Siedlung Rupea Gară, an der Bahnstrecke Teiuș–Brașov.

Geschichte

Der Ort Ungra wurde von Siebenbürger Sachsen gegründet und erstmals 1211 urkundlich erwähnt. Archäologische Funde auf dem Areal des Ortes deuten jedoch auf eine Besiedlung der Region bis in die Bronzezeit zurück. Zahlreiche archäologische Funde der Jungsteinzeit die hier in Ungra gefunden wurden, sind in den Museen in Brașov und Hermannstadt zu sehen.

Im Jahr 262 soll hier bei der römischen Brücke über den Olt neben den Kastell Hoghiz eine Schlacht zwischen Gepiden und Goten stattgefunden haben.

Im Königreich Ungarn lag die Gemeinde im Repser Stuhl, nachher im Stuhlbezirk Kőhalom (heute Rupea) des Groß-Kokelburger Komitats, anschließend im Kreis Târnava-Mare und ab 1950 im heutigen Kreis Brașov.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnie
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1850 1908 1071 - 543 249
1941 2634 1310 90 612 622
1956 2569 1380 202 454 533
1992 1987 674 53 110 1150
2002 2038 880 46 31 1081
2011 1949 1666 28 28 227 (207 Roma)
2021 2009 1410 13 22 546 (305 Roma)

Seit der offiziellen Erhebung von 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumäniendeutschen 1941 ermittelt. Die höchste Zahl der Magyaren wurde 1956 und die der Roma (1.148) 1992 registriert.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Ungra – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien, Populația rezidentă după etnie, 1. Dezember 2021 (rumänisch).
  2. ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 1. Oktober 2024 (rumänisch).
  3. ↑ Arcanum Kézikönyvtár: Historisch-administratives Ortsnamenbuch von Siebenbürgen, Banat und Partium. Arcanum, abgerufen am 22. Mai 2025 (ungarisch).
  4. 1 2 3 4 Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
  5. ↑ Angaben auf der Website Ungras, abgerufen am 23. Oktober 2016 (rumänisch).
  6. 1 2 3 4 Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB).
  7. ↑ Repertoriul Arheologic al României – Ungra bei cimec.ro, abgerufen am 23. Oktober 2016 (rumänisch).
  8. ↑ Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung am 1. November 2008 (PDF; 513 kB; ungarisch).
  9. ↑ Bild des Torturms der Kirchenburg.
  10. ↑ Angaben und Bilder zu Ungra bei clujonline.com abgerufen am 25. Oktober 2016 (rumänisch).
  11. ↑ Angaben zur orthodoxen Kirche bei biserici.org abgerufen am 23. Oktober 2016 (rumänisch).
  12. ↑ Teodor Marian: Menschen die Geschichte geschrieben haben, Bucur Șchiopu bei arhiva.lumeasatului.ro abgerufen am 25. Oktober 2016 (rumänisch).