| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 39′ N, 9° 21′ O | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Landkreis: | Esslingen | |
| Höhe: | 288 m ü. NHN | |
| Fläche: | 7,56 km² | |
| Einwohner: | 4938 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 653 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 72669 | |
| Vorwahl: | 07022 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ES, NT | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 16 068 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchstraße 31 72669 Unterensingen | |
| Website: | www.unterensingen.de | |
| Bürgermeister: | Robin Schmitt (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Unterensingen im Landkreis Esslingen | ||
Unterensingen ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen. Sie gehört zur Region Stuttgart (bis 1992 Region Mittlerer Neckar) und zur europäischen Metropolregion Stuttgart.


Unterensingen liegt im Naturraum Nürtinger-Esslinger Neckartal auf der linken und westlichen Seite des oberen Neckars, in Luftlinie gut 3 km nordnordöstlich von Nürtingen und etwa 10 km südöstlich der Kreisstadt Esslingen am Neckar. Ursprünglich wurde am Talhang gesiedelt, in den letzten 50 Jahren ist auch die Talaue bebaut worden.
Angrenzende Gemeinden sind Köngen im Norden, Wendlingen im Osten, Oberboihingen im Südosten, Nürtingen im Süden, Wolfschlugen und Neuhausen auf den Fildern im Westen und Denkendorf im Nordwesten (alle Landkreis Esslingen).
Zu Unterensingen gehören das Dorf Unterensingen und das Gehöft Lindenhof.

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.
Ensingen wurde erstmals 1124 urkundlich erwähnt. Die Teilung in Oberensingen (heute Stadtteil von Nürtingen) und Unterensingen ist seit 1358 gesichert. Die beiden Ensingen gehörten ursprünglich zum Herrschaftsbereich der Herzöge von Teck und gingen im Spätmittelalter an die Grafschaft Württemberg, welche den Ort dem Amt Nürtingen zuordnete. Auch nach der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im 1806 gegründeten Königreich Württemberg blieb das altwürttembergische Unterensingen nunmehr beim Oberamt Nürtingen. Im Zuge der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Unterensingen 1938 zum neu umrissenen Landkreis Nürtingen, dem Rechtsnachfolger des bisherigen Oberamts. 1945 wurde der Ort Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging. Durch die Kreisreform in Baden-Württemberg gelangte Unterensingen 1973 zum Landkreis Esslingen.
Seit der Reformation ist der Ort mit seiner Michaelskirche evangelisch geprägt. Seit der Ansiedlung von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg gibt es aber auch wieder Katholiken im Ort, die gemeinsam mit ihren Glaubensgeschwistern aus Köngen eine Gemeinde bilden.
Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).
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Der Gemeinderat in Unterensingen besteht aus den gewählten 14 ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Endergebnis (mit Vergleich zu 2019):
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2024 |
Sitze 2024 |
% 2019 |
Sitze 2019 |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|
| UBG | Unabhängige Bürgergemeinschaft Unterensingen | 30,23 | 4 | 30,7 | 4 | ||
| CDU.FB | CDU/Freie Bürger Unterensingen | 21,39 | 3 | 20,4 | 3 | ||
| proUE | pro Unterensingen | 19,33 | 3 | 18,4 | 3 | ||
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 11,67 | 2 | 14,2 | 2 | ||
| BVU | Bürgervereinigung Unterensingen | 17,38 | 2 | 16,3 | 2 | ||
| Gesamt | 100 | 14 | 100 | 14 | |||
| Wahlbeteiligung | 67,57 % | 64,19 % | |||||
Bis 1930 wurden die Bürgermeister in Unterensingen als Schultheißen bezeichnet.
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Unterensingen unterhält mit der Stadt Nürtingen eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.
Offizielle Blasonierung: „Im goldenen (gelben) Schildhaupt des Wappens liegt eine schwarze Hirschstange, darunter in Blau ein vierspeichiges achtschaufliges Mühlrad.“ Während das Mühlrad auf die Bedeutung Unterensingens als Mühlenstandort hinweist, zeigt die Hirschstange die jahrhundertealte Zugehörigkeit zu Württemberg an.
Seit 1989 unterhält Unterensingen partnerschaftliche Beziehungen zu Mecseknádasd in Ungarn.
Unterensingen ist durch die Bundesstraße 313 (Plochingen–Tübingen) an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Die Bundesautobahn 8 ist zwei Kilometer entfernt und über die Anschlussstelle Wendlingen erreichbar.
Es verkehrt die vom VVS betriebene Buslinie 184 nach Wendlingen sowie nach Nürtingen, wo jeweils Anschluss an die Regionalbahnlinie Stuttgart-Tübingen und in Wendlingen an die S1 von Kirchheim/Teck nach Herrenberg und den RE 200 über die Schnellfahrstrecke nach Ulm besteht.
Am Ortsrand verläuft der Neckartal-Radweg, ein Radfernweg von Villingen-Schwenningen nach Mannheim. Der Württemberger Weinradweg verläuft von Rottenburg am Neckar nach Niederstetten. In Unterensingen ist er mit dem Neckartal-Radweg identisch.
International agierende mittelständische Unternehmen wie die Swarco Traffic Holding, Swarco Traffic Systems GmbH (bis 1. September 2010 Signalbau Huber GmbH) oder Zinco GmbH haben ihren Sitz in Unterensingen. Gerade die gute Anbindung an die B 313, die A 8 und die Nähe zum Flughafen Stuttgart macht Unterensingen zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort.
Unterensingen verfügt über eine Grundschule. Außerdem gibt es vier Kindergärten im Ort sowie das Blümchennest als Kooperation mit dem Tageselternverein.
Im Gustav-Kemmner-Zimmer im Alten Schulhaus werden Werke des bekanntesten Unterensinger Künstlers ausgestellt.
Der SKV Unterensingen wurde 1946 gegründet und ist vor allem durch seine Handballabteilung, die in der Württembergliga spielt, überregional bekannt. Nachdem die Fußballabteilung 1993 aufgelöst worden war, gründete sich im selben Jahr der FC Unterensingen, dieser zog den aktiven Spielbetrieb im Jahr 2018 allerdings wieder zurück.
Regelmäßig finden in Unterensingen die Europameisterschaften im Inlineskate-Slalom statt.