
Der Naturraum Unteres Ybbsfeld ist ein in der Liste der naturräumlichen Einheiten Niederösterreichs angeführter Teilraum im Mostviertel in Österreich. Er umfasst die Niederterrasse (Schotterterrasse) im Ybbstal zwischen Amstetten und Ybbs an der Donau.
Das Untere Ybbsfeld liegt in der niederösterreichischen Molassezone und stellt den letzten Abschnitt des Ybbstales dar bevor die Ybbs in die Donau mündet. Der Teilraum liegt in den Gemeinden Amstetten, St. Georgen am Ybbsfelde, Blindenmarkt, Neumarkt an der Ybbs, St. Martin-Karlsbach und Ybbs an der Donau.
Folgende naturräumliche Einheiten Niederösterreichs grenzen an den Naturraum Unteres Ybbsfeld an:
Im Norden ist das der Naturraum Neustadtler Platte, im Nordosten der Nibelungengau, im Osten und Süden der Naturraum Hügelland zwischen Erlauf und Ybbs und ganz im Westen die Strengberge.
Geologisch liegt der Naturraum im Molassebecken, welches im Teilraum seine engste Stelle zwischen Alpen und Böhmischer Masse einnimmt. Diesen Sachverhalt machte sich der österreichische Geograph Hans Fischer zu Nutze, um die Reliefgenerationen im Kristallinmassiv, Donauraum, Alpenvorland und am Alpenrand im westlichen Niederösterreich umfassend zu untersuchen und mit zahlreichem Kartenwerk zu publizieren.
Auf die Sedimente des Molassebeckens (Schlier) wurde im Teilraum eine periglaziale Schotterterrasse (Niederterrasse) abgelagert, die eine Mächtigkeit von etwa 20 m aufweist. Dieser Schotterkörper stellt einen wichtigen Grundwasserkörper dar und wurde zum Teil als Rohstoffquelle für den Schotterabbau (heute Schotterteiche) genutzt.
Im Naturraum liegen Teile des Naturparks Ybbstal und Teile des Natura 2000-Gebiets Niederösterreichische Alpenvorlandflüsse.