
Unterfennberg (italienisch Favogna di Sotto) ist eine Ortschaft in Südtirol sowie eine Fraktion der Gemeinde Margreid im Unterland. Die weniger als 100 Einwohner beherbergende Streusiedlung liegt auf rund 1000 m Höhe auf dem Plateau des mit steilen Felswänden zum Etschtal abbrechenden Fennbergs. Bis 1928 war Unterfennberg eine eigenständige Gemeinde.
Die von Wäldern und Wiesen geprägte Hochfläche des Fennbergs wird durch eine grob in Ost-West-Richtung verlaufende Geländestufe in zwei Hälften geteilt. Die Gehöfte von Unterfennberg liegen südlich dieser Geländestufe, während sich das wesentlich kleinere, zur Gemeinde Kurtatsch rechnende Oberfennberg nördlich von ihr befindet. Durch die nach Süden zu Roveré della Luna abfallende Flanke des Fennbergs verläuft die Grenze zum Trentino. Für den öffentlichen Kraftverkehr erreichbar ist die Ortschaft allein über die von Kurtatsch nach Oberfennberg hinauf- und von dort nach Unterfennberg herabführende Straße.
Der Fennberg ist ersturkundlich in den Gründungsaufzeichnungen des nahegelegenen Augustiner-Chorherrenstifts St. Michael an der Etsch im Jahr 1144/45 als Mons Faone bezeugt.
Im Sommer bewirkt der als Biotop geschützte, zum Baden genutzte Fennberger See einen gewissen Tagestourismus. Von Interesse ist auch die angesichts der Kleinheit der Ortschaft umfangreiche historische Bausubstanz. Auf einer kleinen Anhöhe nahe dem See liegt das bedeutendste Baudenkmal von Unterfennberg: die im Kern aufs 14. Jahrhundert zurückgehende Pfarrkirche St. Leonhard. Eine kurze Wegstrecke entfernt, in einer als Ortszentrum ansprechbaren Anhäufung von Häusern, befinden sich mit dem Widum und dem Gasthaus zur Kirche zwei weitere Baudenkmäler. Darüber hinaus stehen sechs Hofstellen bzw. Wohngebäude unter Denkmalschutz sowie eine Maria-Schnee-Kapelle.
Koordinaten: 46° 16′ N, 11° 11′ O