Unterstedt Stadt Rotenburg (Wümme) | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 5′ N, 9° 21′ O | |
| Fläche: | 14,06 km² | |
| Einwohner: | 843 (31. Dez. 2022) | |
| Bevölkerungsdichte: | 60 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 27356 | |
| Vorwahl: | 04269 | |
Lage von Unterstedt in Niedersachsen | ||
Unterstedt ist eine Ortschaft der Stadt Rotenburg (Wümme) im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.
Das Dorf Unterstedt liegt beidseitig der Bundesstraße 215 zwei Kilometer südwestlich des Stadtrands von Rotenburg. Die Wümme fließt durch den Norden der Gemarkung Unterstedt.
Auf dem Hempberg (44 m) knapp außerhalb des heutigen südöstlichen Dorfrandes befinden sich die Überreste von 11 Grabhügeln aus der Bronzezeit um etwa 1500 v. Chr. (53° 4′ 22,2″ N, 9° 22′ 2″ O) und auf dem Karkberg wurden ab dem 6. Jahrhundert Menschen bestattet. Hier stand vermutlich auch eine frühe christliche Kapelle. Im Mittelalter lagen drei Unterstedter Bauerstellten bei dem Flurstück „Die alten Höfe“. Später verlegten die Bauern ihre Höfe von der feuchten Wümmeniederung auf die Geest. Durch Teilung der Höfe und Zuzug wuchs das Dorf, so wurden Ende des 17. Jahrhunderts 11 Höfe im Jordbok (deutsch Jordebuch oder Jördebuch), dem Grundbuch der schwedischen Herrschaft, erwähnt. Bauern aus Unterstedt kauften durch Kriege verarmten Rotenburgern wiederholt Grundstücke in der Flussniederung ab.
Unterstedt war vor den Napoleonischen Kriegen ein Teil des Amtes Rotenburg im Kurfürstentum Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Rotenburg des Departements der Wesermündung. 1814 ging Unterstedt an das neu entstandene Königreich Hannover und dort wieder zum Amt Rotenburg. 1867 wurde Unterstedt mit dem gesamten Königreich ein Teil Preußens und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Rotenburg in Hannover. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Unterstedt am 1. März 1974 Teil der Stadt Rotenburg (Wümme).
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 131 | |
| 1845 | 199 | |
| 1871 | 231 | |
| 1885 | 248 | |
| 1895 | 219 | |
| 1910 | 257 | |
| 1925 | 339 | |
| 1939 | 376 | |
| 1950 | 674 | |
| 1961 | 596 | |
| 1970 | 587 | |
| 2022 | 843 | |
Ein alter Bunker an der Neubauerstraße 59, die beiden Zweiständer-Hallenhäuser Horstdamm 2 und Reithenweg 6, ein Fachwerkspeicher am Johannsweg 5 sowie das Backhaus an der Alten Dorfstraße 18 stehen unter Denkmalschutz. Mehrere Grabhügelfelder sind geschützte Bodendenkmale.
Unterstedt hat eine Ortsfeuerwehr mit einem Gerätehaus am Buschenstücken.
Die Sportgemeinschaft Unterstedt von 1974 hat unter anderem Abteilungen für Fußball, Badminton, Tischtennis und Volleyball. Der Schützenverein Unterstedt betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.