Ursula Marinelli

Ursula Marinelli während eines Vortrages im Museum Schloss Bruck (2021)

Ursula Marinelli (* 1. Jänner 1975 in Lienz) ist eine österreichische Kunsthistorikerin.

Leben

Ursula Marinelli wurde in Lienz geboren und ist in Matrei in Osttirol mit vier Geschwistern aufgewachsen. Sie ist die Schwester der Historikerin Lydia Marinelli. Nach der Pflichtschule in Matrei besuchte sie die Bundeshandelsakademie in Lienz und absolvierte dort eine kaufmännische Ausbildung. Nach der Matura 1994 war sie einige Jahre in diesem Bereich beruflich tätig. 2002 begann sie das Studium der Kunstgeschichte mit den Nebenfächern Geschichte und Philosophie an der Universität Innsbruck. 2012 wurde sie bei Sybille Moser-Ernst mit einer Arbeit zum Thema „Polychrome Metamorphosen. Mittelalterliche Skulpturen in neuzeitlichen Fassungen. Von der Macht der Malerei und der Ohnmacht der Kunstgeschichte.“ promoviert.

Marinelli arbeitete am Institut für Kunstgeschichte der Universität Innsbruck bei mehreren kunstwissenschaftlichen Projekten mit. Dabei ging es um die Aufarbeitung des Nachlasses von Ernst H. Gombrich sowie um die Erforschung der Karikatur. Sie ist auch als Lektorin tätig.

Seit 2021 ist Ursula Marinelli freiberufliche Kunsthistorikerin und realisiert Buch- und Ausstellungsprojekte. Seit 2025 ist sie Mitarbeiterin des multidisziplinären und vom Österreichischen Wissenschaftsfonds geförderten Forschungsprojektes „Messingguss in der Renaissance: Innsbrucks Schwarze Mander“ (Projektleitung hat die Archäologin Marianne Mödlinger). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der mittelalterlichen polychromen Skulptur, Malerei und Skulptur des 18. bis zum 20. Jahrhundert, der graphischen Künste, der Kunsthistioriographie (Wiener Schule der Kunstgeschichte), der Künstlerbiografik und von kunsttechnologischen Fragestellungen. Weiters gilt ihr Interesse der Theorie und Praxis der Denkmalpflege.

Ursula Marinelli ist Mutter von zwei Kindern.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Monografien

Beiträge in Sammelwerken und Zeitschriften

Kuratierte Ausstellungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Universität Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte: Universität Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte. Universität Innsbruck, abgerufen am 6. Oktober 2023.
  2. ↑ Sybille Moser-Ernst (Hrsg.): ART and the MIND. Mit dem Steckenpferd unterwegs. V&R Unipress, Göttingen, ISBN 978-3-8471-0794-1.
  3. ↑ Universität Innsbruck: "Zukunft Forschung" Dez. 2018. 28. November 2018, abgerufen am 13. März 2025.
  4. ↑ Marianne Mödlinger: Brasscares - University of Innsbruck. Universität Innsbruck Institut für Archäologien, 1. Juli 2025, abgerufen am 29. Juli 2025 (englisch).
  5. ↑ Elisabeth Mederle: Buchpräsentation im Ferdinandeum. In: Bezirksblätter. Bezirksblätter, 2. Mai 2023, abgerufen am 26. Mai 2025.
  6. ↑ Universität Innsbruck: Buchtipp. 20. November 2024, abgerufen am 6. Dezember 2024.
  7. ↑ Birgit Holzner: Faszinierende Spurensuche. In: Universität Innsbruck. Universität Innsbruck, 9. Dezember 2024, abgerufen am 26. Mai 2025.
  8. ↑ Das goldene Kalb. Und andere Objektbeziehungen
  9. ↑ Österreichisches Biographisches Lexikon: Gombrich, Ernst Hans Sir. 2003, abgerufen am 12. Oktober 2023.
  10. ↑ Bamberg University Press: Mittelalterbilder und Denkmalpflege: Leitbilder und Bildproduktion der Denkmalpflege am Beispiel mittelalterlicher Sakralbauten. Universität Bamberg, 2023, abgerufen am 29. Juli 2025.
  11. ↑ Österreichisches Biographisches Lexikon: Wilhelm Angerer. In: Österreichisches Biografisches Lexikon. Österreichische Akademie der Wissenschaften, 15. Juli 2024, abgerufen am 7. August 2024.
  12. ↑ Ursula Marinelli: „Widerständige“ Kunst, die Türen öffnet. Ursula Marinelli im Gespräch mit Magdalena Nieslony. In: Universität Innsbruck. Universitäts- und Landesbibliothek Innsbruck, 2025, abgerufen am 8. Januar 2026.
  13. ↑ Institut für Organisation und Lernen, Universität Innsbruck: Projektgruppe Kunst und Wirtschaft. Universität Innsbruck, 2019, abgerufen am 29. Juli 2025.
  14. ↑ Museum der Stadt Lienz/Schloss Bruck: Hans Pontiller Körperbilder. Museum der Stadt Lienz/Schloss Bruck, 14. Juni 2025, abgerufen am 29. Juli 2025.
Personendaten
NAME Marinelli, Ursula
KURZBESCHREIBUNG österreichische Kunsthistorikerin
GEBURTSDATUM 1. Januar 1975
GEBURTSORT Lienz