Ursula Peter (* 13. August 1924 in Weimar; † 30. Mai 1989 ebenda) war eine deutsche Gitarristin und Professorin an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar.
Ursula Peter studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar zunächst Klavier, ehe sie zur Gitarre wechselte. Ihr Lehrer war Walter Socha (1887–1975), ausgebildeter Geiger und Kammervirtuos der Staatskapelle Weimar, der sein autodidaktisches Gitarrenspiel verfeinerte durch Konzertbesuche von Andrés Segovia und Miguel Llobet, die in den 1930er Jahren in Weimar konzertierten. Durch ihn lernte Ursula Peter die Gitarrenwerke der spanischen Schule, insbesondere Francisco Tárrega, kennen. Socha war der erste Lehrbeauftragte für Gitarre an der Weimarer Hochschule.
Nach Abschluss ihres Studiums im Jahre 1945 wurde Ursula Peter Gitarrenlehrerin im Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Weimar und 1951 Lehrerin im Hochschuldienst sowie Leiterin der Fachrichtung Gitarre an der gleichen Hochschule. 1980 wurde sie zur Professorin berufen.
1953 erschien erstmals ihr Lehrwerk Der Anfangsunterricht im Gitarrespiel.
Ursula Peter baute systematisch ein pädagogisches Netzwerk zwischen Komponisten, Musikschullehrern und Gitarrenbauern in der DDR auf. Sie erarbeitete Lehrpläne für den Gitarrenunterricht an den Musikschulen und Hochschulen und koordinierte die Weiterbildung für Gitarrenlehrer. Im Jugendwettbewerb „Junge Talente“ übernahm sie den Juryvorsitz. Sie bildete Gitarrensolisten aus, die sich auf den internationalen Konzertpodien behaupten konnten, und bereitete den Boden für das, was heute „Weimarer Gitarrenschule“ genannt wird.
Die Methode von Ursula Peter baut auf der klassischen, spanischen Gitarrentechnik von Fernando Sor und Francisco Tárrega auf. Sie begreift die Gitarre als Instrument, welches sowohl melodische als auch akkordische Strukturen darstellen kann. Ihr Schulwerk beginnt mit dem einstimmigen Melodiespiel (apoyando) und leitet davon die anderen Anschlagsarten ab.
Ziel ist eine große Wandlungsfähigkeit des Tones durch Fingersätze, die von musikalischen Gesichtspunkten bestimmt werden. Die Gestaltung der Phrasierung, Artikulation, Agogik und Dynamik wird von den allgemeinen Grundsätzen der Interpretation der Instrumentalmusik bestimmt. Das musikalische Material ist im Dur-Moll-System nach Tonarten geordnet. Es bringt klassische Sätze, deutsche und internationale Volkslieder, Lautenmusik und zeitgenössische Kompositionen.
Alles erschienen beim Friedrich Hofmeister Musikverlag Leipzig
| Personendaten | |
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| NAME | Peter, Ursula |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Gitarristin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 13. August 1924 |
| GEBURTSORT | Weimar |
| STERBEDATUM | 30. Mai 1989 |
| STERBEORT | Weimar |