Ursula Viet

Ursula Viet (* 23. Juli 1926 in Bremen; † 18. April 2010 ebenda) war eine deutsche Mathematikdidaktikerin und die Professorin an der Universität Osnabrück. Von 1973 bis 1993 hatte sie dort den Lehrstuhl für Didaktik der Mathematik inne.

Viet studierte ab 1946 Mathematik, Physik und Philosophie an der Universität Göttingen, der Universität Tübingen und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit dem 1. Staatsexamen 1951. Danach war sie Studienreferendarin und ab 1955 Studienassessorin in Bremen. Ab 1959 lehrte sie Mathematikdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Osnabrück, an der sie 1968 Professorin wurde. 1971 war sie im Gründungsausschuss der Universität Osnabrück, an der sie 1973 bis zur Emeritierung 1993 ordentliche Professorin war.

Sie befasste sich insbesondere mit empirischen Methoden im Mathematikunterricht (systematische Auswertung von Lehrprogrammen für den Mathematikunterricht, Entwicklung standardisierter Tests zum operativen Verständnis von Mathematik und kognitivem Entwicklungsstand, Modelle der Unterrichtsdifferenzierung). Sie entwickelte Eingreifprogramme und entsprechende Lehrbücher, mit der sich Schüler Lehrinhalte selbständig erarbeiten können.

Sie war Ehrenmitglied der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM) und 1984 bis 1990 dessen zweite Vorsitzende.

Die von ihr 1994 gegründete Ursula Viet Stiftung fördert empirische mathematikdidaktische Forschung.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Viet, Ursula. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1280–1281.
Personendaten
NAME Viet, Ursula
KURZBESCHREIBUNG deutsche Mathematikdidaktikerin
GEBURTSDATUM 23. Juli 1926
GEBURTSORT Bremen
STERBEDATUM 18. April 2010
STERBEORT Bremen