Uta Bretschneider (* 14. Februar 1985 in Burgstädt) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin und Programmdirektorin des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle (Saale). Bretschneider war von 2016 bis 2020 Direktorin des Hennebergischen Museums Kloster Veßra und von 2020 bis 2026 Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, eines Standorts der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Bretschneider begann 2003 ein Studium der Volkskunde und Kulturgeschichte sowie der Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, das sie 2008 mit dem Magister Artium beenden konnte. 2009 wurde sie Mitarbeiterin am Hennebergischen Museum in Kloster Veßra. Von 2011 bis 2014 erhielt sie das Immanuel-Kant-Promotionsstipendium, 2014 wurde sie an der Universität Jena zum Dr. phil. promoviert. Ihre Dissertationsschrift zum Thema Flüchtlinge und Vertriebene als Neubauern in der DDR erschien 2016 mit dem Titel Vom Ich zum Wir? Flüchtlinge und Vertriebene als Neubauern in der LPG als 53. Band der Reihe Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde im Leipziger Universitätsverlag. Für die Arbeit wurde sie 2016 mit dem Georg R. Schroubek-Dissertationspreis des Instituts für Volkskunde/Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München ausgezeichnet.
Bereits 2011 wurde Bretschneider Wissenschaftliche Hilfskraft, ab 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden. Im Dezember 2016 übernahm sie als Direktorin die Leitung des Hennebergischen Museums Kloster Veßra. Im Dezember 2019 gab das Kuratorium der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland bekannt, das Bretschneider die Nachfolge von Jürgen Reiche als Leiterin des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig übernehmen soll. Vom 1. April 2020 bis 30. April 2026 war Bretschneider Direktorin dieses Museums. Seit dem 1. Mai 2026 ist sie Programmdirektorin und Sprecherin der Geschäftsführung des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle (Saale).
Uta Bretschneider ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Fachveröffentlichungen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem die DDR-Alltagskultur, die Geschichte des ländlichen Raumes und Biografieforschung sowie die Industriekultur und Borderscapes. Sie ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte und war Vorstandsmitglied des Sächsischen Museumsbundes.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bretschneider, Uta |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Ethnologin und Museumsdirektorin |
| GEBURTSDATUM | 14. Februar 1985 |
| GEBURTSORT | Burgstädt |