Utz Jeggle

Utz Jeggle (* 22. Juni 1941 in Nagold; † 18. September 2009 in Tübingen) war ein deutscher Volkskundler und außerordentlicher Professor für Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen.

Leben und Wirken

Utz Jeggle, Sohn von Gertrud Jeggle, geborener Arzt, und des Diplom-Ingenieurs Georg Jeggle, besuchte das Kepler-Gymnasium in Tübingen. Nach dem Abitur studierte er zunächst Geschichte, Germanistik und Volkskunde (bei Hermann Bausinger) an den Universitäten Bonn, Wien und Tübingen. 1968 wurde er am Ludwig-Uhland-Institut der Tübinger Universität mit der Dissertation Judendörfer in Württemberg zum Dr. phil. promoviert. Seine Habilitationsschrift Kiebingen – eine Heimatgeschichte von 1977, mit der er sich 1978 habilitierte, entstand nach sieben Jahren Feldforschungsarbeit. 1981 wurde Extraordinarius am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Im Jahr 2000 musste er aufgrund einer Parkinson-Erkrankung in den vorzeitigen Ruhestand treten.

Das Hauptaugenmerk seiner Forschungen lag auf der Regionalgeschichte der Juden, der Ethnografie des Dorflebens, der Heimatkunde des Nationalsozialismus, der Erinnerungskultur sowie auf dem Unbewussten im Volksleben und in der Wissenschaftskultur. Er unterstützte die Herausgabe der Fachzeitschrift BIOS.

Utz Jeggle war ab 1981 in zweiter Ehe verheiratet mit Jutta Jeggle, geborener Gutwinski. Er hatte zwei Söhne (Moritz und David).

Publikationen (Auswahl)

Literatur

Ehrung

Einzelnachweise

  1. ↑ Festschrift des Keplergymnasiums Tübingen. In: kepi.de. Kepler-Gymnasium Tübingen, 1958, abgerufen am 22. Februar 2026.