Uwe Bodemann

Uwe Bodemann (2014)

Uwe Bodemann (* 27. Mai 1955 in Löningen) ist ein deutscher Architekt und Städtebauer. Er war Senatsbaudirektor im Land Bremen und gewählter Stadtbaurat in Hannover.

Biografie

Bodemann studierte von 1975 bis 1978 zunächst an der Fachhochschule Oldenburg im Fachbereich Bauingenieurwesen und von 1979 bis 1985 Architektur an der Universität Hannover. 1985 bis 1987 arbeitete er in Hamburg im Architekturbüro Schweger + Partner. Ab 1987 absolvierte er ein zweijähriges Referendariat bei der Oberfinanzdirektion Köln, das er Ende 1989 mit der Zweiten Staatsprüfung abschloss.

Nach kurzer Tätigkeit beim Hamburger Amt für Stadterneuerung und Wohnungspolitik wechselte er 1990 in das Stadtplanungsamt der Freien Hansestadt Bremen

1994 ging Bodemann zurück nach Hamburg, um bis 2002 als Persönlicher Referent des Oberbaudirektors Egbert Kossak zu wirken. Parallel dazu leitete Bodemann das Sachgebiet für Sonderprojekte sowie die Projektgruppe HafenCity Hamburg.

2002 wechselte Bodemann abermals nach Bremen, wo er bis 2007 als Senatsbaudirektor und oberster Baubeamter des Landes wirkte bei den Senatoren Christine Wischer (SPD), Jens Eckhoff (CDU), Ronald-Mike Neumeyer (CDU) und Reinhard Loske (Grüne).

Bodemann im Sprengel Museum im Dezember 2010 beim Bürgerdialog zu Hannover City 2020 +

In seine Bremer Zeit fiel der Bau der Überseestadt, die Umwandlung eines reinen Hafengebietes in ein bewohntes Stadtquartier, mit rund 300 Hektar eines der größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekte inklusive Ansiedlung neuer Dienstleistungen, Gewerbe und Wohnraum. Unter Bodemann wurde das Quartier um den Wasserturm auf der Werder-Insel, sowie städtebauliche Maßnahmen wie u. a. Radio-Bremen-Quartier in der Innenstadt, der Stadtumbau in Osterholz-Tenever und die Pauliner Marsch beim Weserstadion fielen in die Amtszeit Bodemanns. Sein Nachfolger wurde Franz-Josef Höing.

2025: Bodemann zu Gast bei Wikipedia Hannover

Im September 2007 wurde Bodemann auf Vorschlag des hannoverschen Oberbürgermeister Stephan Weil vom Rat der Stadt Hannover zum neuen Baudezernenten/Stadtbaurat für die niedersächsische Landeshauptstadt gewählt.

Ab Januar 2008 leitete er als Nachfolger von Uta Boockhoff-Gries das Baudezernat der Stadt Hannover mit rund 700 Mitarbeitern.

Gleich zu Beginn seiner hannoverschen Amtszeit rief Bodemann die Dialogreihe für die innerstädtischen Umbaupläne unter dem Titel Hannover City 2020 + ins Leben. Schon eines der ersten dementsprechend umgesetzten Projekte, die Neubebauung und Neuorganisation des Platzes Am Klagesmarkt, wurde 2018 mit dem Deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet.

Nach dem Bürgerdialog unter demselben Titel startete die Umgestaltung des Platzes Am Marstall, dessen Umsetzung 2019 mit dem BDA-Preis Niedersachsen ausgezeichnet wurde.

In Bodemanns Amtszeit fielen zudem die Pläne für die Umgestaltungen der Plätze Am Steintor und am Kröpcke und dem entlang der Leine verlaufenden Hohen Ufer, Zu Bodemanns umgesetzten Maßnahmen zählten neben dem Hochwasserschutz bedeutsame Vorhaben sowie die in Kooperation mit der Wohnungswirtschaft umgesetzten Bauprojekte wie beispielsweise die Wasserstadt Limmer, Kronsberg-Süd, oder das Buchholzer Grün in Groß-Buchholz.

2020 folgte ihm Thomas Vielhaber als Stadtbaurat.

Mitgliedschaften, Ämter

Ehrungen

Werke (Auswahl)

Commons: Uwe Bodemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ o. V.: Drucksache Nr. 0366/2015: Wiederwahl des Baudezernenten, Beschlussdrucksache vom 13. Februar 2015 zur Wahl einer weiteren 8-jährigen Amtszeit des Amtsinhabers Bodemann durch den Rat der Stadt Hannover auf der Seite https://e-government.hannover-stadt.de
  2. 1 2 3 4 5 o. V.: MAX 45 – Junge Architekt*innen, illustrierter Artikel mit Kurzviten auf der Seite des BDA Wuppertal [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 10. März 2026
  3. ↑ Senatbaudirektor Uwe Bodemann lasst sich zum Abschied noch einmal zur Baukultur in Bremen aus. In: Weser Kurier vom 22. November 2007
  4. ↑ Weser Kurier im Archiv vom 8. Okt. 2003 (Suche nach Ideen, Geld und Partner), 6. Mai 2004 (Die Zukunft ist mit Händen zu greifen), 17. Okt. 2006 (Hummer und Hering), 25. Jan. 2007 (Licht soll Hochhaus zur Kunst machen), 3. März 2007 (Grün und gerade ist der Weg nach Übersee), 29. Aug. 2007 (Senat verabschiedet Überseestadt.Bebauungsplan)
  5. ↑ Weser Kurier im Archiv vom 29. Oktober 2004 (Baubeginn auf der Werder-Insel Anfang 2008), 20. Okt. 2006 (Ein Sahnestück mit Seeblick, 14. Aug. 2007 (Kommode bekommt nur eins aufs Dach))
  6. 1 2 Christian Bohnenkamp: Interview / „City 2020+“: Zwischenfazit mit Uwe Bodemann, Artikel auf der Seite der Neuen Presse vom 2. April 2028, zuletzt abgerufen am 9. März 2026
  7. ↑ o. V.: Deutscher Städtebaupreis 2018 / Auszeichnung / Hannover / Klagesmarkt - Neugestaltung und Neuorganisation, reich illustrierter Artikel auf der Seite der Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 9. März 2026
  8. ↑ Steffen Pekrul, Bettina Husemann: BDA Preis Niedersachsen 2019 für „Am Marstall“ in Hannover, illustrierte Darstellung auf der Seite der Architektengemeinschaft Pekrul ProjektPartner [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 9. März 2026
  9. ↑ HannoverCity 2020+ - Zwischenfazit mit Uwe Bodemann. In: Neue Presse vom 2. April 2018
  10. ↑ 15. 11. 2019: Die Wasserstadt Limmer erhält als erstes Stadtquartier ...
  11. ↑ HAZ Lokales v. 16. 5. 2018: Hannovers größtes Baugebiet Kronsberg-Süd beschlossen
  12. ↑ Hannover-Entdecken.de, Blog v. 1. 12. 2013: Circa 310 Wohnungen sollen Oststadtkrankenhaus ersetzen.
  13. ↑ Hannoversche Allgemeine vom 21. 9. 2020: Stadtbaurat Uwe Bodemann geht – ein Stadtrundgang...Er hat der Stadt an vielen Stellen ein neues Gesicht gegeben.
  14. ↑ Liste der Preisträger des ULI Leadership Awards
Personendaten
NAME Bodemann, Uwe
KURZBESCHREIBUNG deutscher Architekt und Stadtplaner
GEBURTSDATUM 27. Mai 1955
GEBURTSORT Löningen